Kommunale Nahwärme für Quartier Wiesenau

Rat stellt Weichen für Energie-Projektgesellschaft EPL

Langenhagen (gg). Einstimmig hat der Rat der Stadt eine Nahwärmesatzung für das Quartier Wiesenau beschlossen. Hintergrund ist die Bewilligung eines Verwaltungs-Antrags durch die Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. Dabei geht es um eine Förderung zur energetischen Stadtsanierung im Bereich von Freiligrath- und Liebigstraße, das Quartier Wiesenau, in dem die Kreissiedlungsgesellschaft KSG umfangreich Wohnungen saniert. Zum Zuge kommen soll mit diesem Beschluss die Energie-Projektgesellschaft EPL. Der Nahwärmeversorger betreibt bisher die Kräft-Wärme-Kopplungs-Anlagen Weiherfeld in Kaltenweide, Leibnizstraße und Schildhof in Langenhagen sowie Lohkamp in Godshorn. Mit dem Quartier Wiesenau soll nun ein neues Projekt dazu kommen. Derzeit verhandelt die Verwaltung mit der EPL über einen Mietvertrag zur Unterbringung des Blockheizkraftwerks in den Räumen der Adolf-Reichwein-Schule. Von der dort geplanten Heizzentrale soll auch die Schule selber profitieren, wenn die schuleigene Heizungsanlage saniert wird. Dazu Dirk Musfeldt, Fraktionsvorsitzender der Grünen: „Endlich bekommt die EPL wieder ein großes Projekt.“ Alle Fraktionen im Rat sehen das als einen richtigen Schritt in die richtige Richtung. Die EPL soll wieder aktiver werden. Wichtig dabei der Hinweis von Musfeldt und Wilhelm Behrens, Fraktion Bündnis unabhängiger Bürger BBL: Klar zu befürworten sei für die EPL die Einsetzung eines zweiten Geschäftsführers, um Interessen gegenüber dem Energieversorger Enercity wahren zu können, der zu 50 Prozent an der EPL beteiligt ist.