Konkrete Hilfe zur Selbsthilfe

Für die Menschen in Uganda gibt es in Corona-Zeiten keine staatliche Hilfe.
 
Die Freude über die Geschenke war riesengroß.

Ehrenamtliches Projekt „Kuyamba“ unterstützt Kinder in Uganda

Langenhagen. Der seit September 2018 eingetragene und als gemeinnützig anerkannte Verein Kuyamba-Kinderhilfe Uganda wurde von der ehemaligen stellvertretenden Schulleiterin des Gymnasiums Langenhagen, Gabriele Janke, ihrem Mann Dietmar Kierdorf und ihrem ehemaligen Kollegen Denis Stehr gegründet. Seitdem werden bedürftige Kinder in Nkuringo, einer ländlichen Region in Uganda im Osten Zentralafrikas unterstützt. Uganda gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und speziell in der Region Nkuringo leben viele Kinder in extremer Armut. Oft haben sie einen oder beide Elternteile verloren und können es sich daher nicht leisten, zur Schule zu gehen, stattdessen müssen sie harte Arbeit auf den umliegenden Feldern verrichten. Ohne eine Schulbildung ist es ihnen nicht möglich, aus dem Teufelskreis der Armut herauszukommen.
Innerhalb eines guten Jahres ist es dem Verein gelungen, durch mittlerweile insgesamt 37 Patenschaften sowie fünf Dauerspendern aktuell 37 Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen. Mit nur 22,50 Euro monatlich werden die Kosten für die Unterbringung, Verpflegung und Ausstattung mit Schulmaterialien abgedeckt. Die Erstausstattung für ein Kind, das zuvor nicht zur Schule gegangen ist, erfordert einmalig zusätzlich 40 Euro, da einige Dinge angeschafft werden müssen wie etwa eine Matratze, eine Schuluniform, Handtücher, Bettwäsche.
Koordiniert wird dies alles durch die zuverlässige und ehrenamtliche Betreuung eines Lehrers, Tomas, vor Ort, der Vorsitzender des in Uganda als gemeinnützig anerkannten Vereins ist, der bedürftige Kinder vor allem durch Bildung unterstützt (NVCDF).
Neben der langfristig so wichtigen Schulbildung hat sich der Verein Kuyamba erfolgreich dafür eingesetzt, Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. So wurde zum Beispiel durch die Anschaffung eines Wassertanks realisiert, dass der dort eigene Gemüseanbau gelingen kann.
Besonders rührend war die Geschenkwunschliste der Patenkinder zu Weihnachten im Jahr 2019: von Schuhen (acht Euro), über eine neue Matratze (25 Euro) bis hin zu einem Huhn (10 Euro) oder gar einer Ziege (50 Euro) konnte vielen Familien eine große Freude gemacht werden.
Doch dann kam Corona. Die Pandemie hat nicht nur die gesundheitliche Lage in Uganda stark beeinträchtigt, sondern vor allem auch die finanzielle Situation der eh schon sehr armen Menschen dort. Die Haupteinnahme-Quelle durch den Tourismus ist vollständig weggebrochen und da es keine staatliche Unterstützung gibt, bedeutete dies akute Hungersnot für die Familien. Dabei braucht es wirklich nicht viel: Der Bedarf für eine im Schnitt sechsköpfige Familie pro Monat beträgt 95 Euro. Für zum Beispiel 15 Euro kann ein Kind mit den wichtigsten Produkten (Maismehl, Salz, Wasser, Seife) einen Monat lang versorgt werden. 30 Euro reichen, um genug Maismehl für eine sechsköpfige Familie für zehn bis 14 Tage zu besorgen. Jeder Euro kann dazu beitragen, die Not der Familien zu lindern.
Spenden dazu können gerne getätigt werden an:
Kuyamba – Kinderhilfe Uganda e.V.
Bank für Sozialwirtschaft;
IBAN: DE34 2512 0510 0001 6270 01