Konsens für die Artenvielfalt

Arbeiten hervorragend zusammen: Jäger Dennis Schulz (von iinks), Imker Jörn Gärtner und Landwirt Hennig Rotermund. (Foto: O. Krebs)

Engagiertes Trio setzt sich für die Umwelt ein

Kaltenweide (ok). Ein Landwirt, ein Jäger und ein Imker: Drei Berufsgruppen mit unterschiedlichen Interessen, die hervorragend zusammenarbeiten. Der Reihe nach: Henning Rotermund aus Kaltenweide – im Nebenerwerb Landwirt – baut im Kananoher Forst Mais für die Biogasanlage an. Ein nachwachsender Rohstoff. Normalerweise ein gefundenes Fressen für die Wildschweine. Die hält ihm aber Jäger Dennis Schulz aus Elze-Bennemühlen vom Leib, der Mais kann sich in Ruhe entwickeln. Im Gegenzug hat Rotermund nicht nur Blühstreifen mit Jägermischungen angelegt, sondern auch Buchweizen angebaut. Der bietet nicht nur Deckung für die Tiere, sondern ist auch hervorragendes Wildfutter. Und jetzt kommt Imker Jörn Gärtner aus Dudenbostel ins Spiel. Da der Raps nur etwa zwei Wochen im Jahr blühe, liefere der Buchweizen hevorragend Eiweiß in den Pollen. Gärtner: „Den brauchen die Bienen, um aufzuwachsen, auch wenn ich natürlich Nektar zufüttern kann.“ Wenn die Sonne scheine, seien hier im Kananoher Forst bis zu 100 Arten zu sehen – Solitärbienen, Hummeln und Wildbienen. Zwölf Völker hat er hier stehen, um den Honig zur ernten. Rotermund: „Wir arbeiten zwar konventionell, setzen uns aber trotzdem für die Umwelt ein.“ Unter drei Parteien bestehe Konsens, die der Artenvielfalt zugute komme.