Kotbeutel landeten in den Büschen

Jede Menge Müll hatte sich angesammelt.

Müllsammelaktion für ein sauberes Quartier

Langenhagen. Der Verein win - Wohnen in Nachbarschaften bei der KSG Hannover organisierte jetzt eine Aufräumaktion in Wiesenau. Initiator für die Aktion war die Arbeitsgruppe „Sauberkeit im Quartier“, eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, die mit lebhaften Aktionen für mehr Sauberkeit in Wiesenau sorgen möchten. Und das mit Erfolg! „Weniger Müll liegt rum!“, ist das Resümee der freiwilligen Helferinnen und Helfer. Mit Mülltüten und Greifern bewaffnet zog die kleine Gruppe los und sammelte etwa 20 Säcke Unrat zusammen. Beim gemeinsamen Essen am Mittag wurde dann diskutiert, wie noch mehr Menschen für das Thema sensibilisiert werden könnten.
„Mich ärgert, dass die Kotbeutel mit den Hundehaufen einfach ins Gebüsch geworfen werden.“, sagt AG- Mitglied Hajo Klatt. Die Arbeitsgruppe hatte im Februar 2018 dafür gesorgt, dass an fünf Stellen im Quartier sogenannte Hundetütchenspender installiert werden. Seitdem haben die Wiesenauer Hundebesitzer merhr als 10.000 Tütchen aus den Stationen gezogen. „Warum die vollen Tütchen nicht in dem nächsten Mülleimer, sondern in der Bepflanzung entsorgt werden, verstehe ich nicht“, sagt auch Quartiersmanagerin Claudia Koch. Die Arbeitsgruppe hatte im Frühjahr auch die bestehenden Mülleimer gezählt und festgestellt, dass eigentlich ausreichend vorhanden sind.
Auch auf dem neuen Spielplatz in der Bachstraße war das gleiche Problem zu erkennen. Ehepaar Leske, die mit Mülltüten und Bollerwagen dort zum Saubermachen angerückt waren, fanden viel Müll neben den Mülleimern.
Eine Schnapsbar entdeckte eine Helfer-Gruppe in der Heinrich- Heine- Straße. Was nach einer Stadtteilkneipe klingt, entpuppte sich eigentlich als Altglaslager. Im Gebüsch fanden die Quartiersreiniger massenhaft Flaschen, die dort abgelegt wurden. Im Gespräch wurde bemängelt, dass es in Wiesenau keine Entsorgungsmöglichkeit für Glas gibt.
Ein besonderes Lob gab es für den Bauhof der Stadt Langenhagen, die Greifer, Mülltüten und Handschuhe zur Verfügung gestellt hatten. Zudem holte ein Mitarbeiter den gesammelten Müll am Nachmittag ab – ein toller Service.