Kraftvolle Intensität der Farben

Bei der Vernissage in der Galerie Depelmann: Der Künstler Thomas Ritter (rechts) und Eckhard Röder, der die einführenden Worte sprach. Foto: K. Raap

Thomas Ritter mit neuen Arbeiten in der Galerie Depelmann

Krähenwinkel (kr). Ein volles Haus registrierte die Galerie Depelmann bei der Eröffnung der 153. Ausstellung, ein Indiz, dass der Künstler, der diesmal im Mittelpunkt stand, längst sein Publikum gefunden hat. Die Rede ist von Thomas Ritter, der bereits vor 28 Jahren erstmals seine Visitenkarte hier abgab und sich nun schon zum fünften Mal mit vielen interessanten neuen Arbeiten vorstellte. Der 60-Jährige absolvierte in Hannover eine Lehrerausbildung, bevor er in der Landeshauptstadt ein fünfjähriges Studium der Freien Kunst bei Professor Peter Redeker absolvierte. Sechs Jahre lang nahm er anschließend einen Lehrauftrag für Figur -und Aktzeichnen an der Uni Hannover wahr. Seit 1990 lebt er mit der Künstlerin Susann Karsthof und den drei Kindern auf einem Resthof südlich von Hannover und zeitweise auch in Südschweden. Längst ist der abstrakte Künstler mit seinen ausdrucksstarken und kraftvollen Werken mit beträchtlichen Erfolgen auf unzähligen nationalen und internationalen Ausstellungen vertreten. Es dominieren in Langenhagen zwar die großformatigen Arbeiten in Öl, aber auch beim von Hargen Depelmann „erfundenen“ kleinen Format in den Abmessungen von 20 mal 20 Zentimetern ist er mit sieben Produkten in Mischtechnik vertreten. Aufsehen erregte Thomas Ritter auch, als er im Jahr 2004 die ehemaligen Kesselhäuser der Möbelfabrik Casala in Lauenau erwarb und eine umfangreichen Umbau realisierte mit Atelier, Yogaschule, Sportzentrum, Friseur und spanischem Restaurant. In seinem Atelier organisiert er regelmäßig Konzerte.
„Kunst ist eine der ehrlichsten Möglichkeiten sich zu äußern“, betonte der Langenhagener Eckhard Röder, der schon wiederholt in der Galerie Depelmann Künstler dem Publikum vorstellte, bei der Vernissage. Besonders beeindruckte ihn bei Thomas Ritters Darstellungen die intensive Farbgebung, von der ein ganz besonderer Zauber ausgehe. Den verschiedenen Farben seien ganz individuelle Charaktere zuzuordnen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 30. April 2015.