Künstlerische Arbeiten beschädigt

Vandalen haben sich am Garten des Kunstvereins ausgetobt.

Vandalismus im Garten des Kunstvereins

Langenhagen. Seit dem 2020 wurden als Teil der Langzeitinstallation ‘An der Schwelle der Krümmung’ der Künstlerin Alex McNamee im öffentlichen Garten neben dem Kunstverein fünf verschiedene Bäume gepflanzt. Dies sind Spalierbäume, die von McNamee mit Hilfe von Metallstangen, die von ihr selbst zu diesem Zweck organisch geformt wurden, behutsam in verschiedenen Formen gebunden wurden. Spalier ist eine traditionelle Technik, die im 16. Jahrhundert in Frankreich entstand und mit der noch bis heute auf der ganzen Welt Nutzpflanzen mit Hilfe von stützenden und formgebenden Konstruktionen und spezieller Bindetechnik über einen langen Zeitraum hinweg in eine gewünschte Form gebracht werden. So zu bewundern zum Beispiel auch das stattliche Birnbaumspalier in den Herrenhäuser Gärten. Die Künstlerin hat diese besondere Technik aufgegriffen und als Teil der Installation, die daneben auch Skulpturen und Erdarbeiten beinhaltet, angewandt. Die verschiedenen Bäume, darunter zwei Apfelbäume, zwei Quittenbäume und ein Weidenbaum, werden durch punktuelle Befestigung präzise in ihrer Form gehalten, in ihrem Wachstum beobachtet und nach und nach weiter an die Form angepasst. Die Bäume wurden einzeln aufgrund ihrer individuellen Eignung für die Spaliertechnik ausgewählt.
Vor einiger Zeit wurde zunächst ein Apfelbaum am Ende des Gartens von seiner Metallstütze losgeschnitten. Das Kunstvereinsteam erneuerte die Fixierung, nach einigen Tagen jedoch, wurde sie wieder durchgeschnitten. Hinzu kam das Auftrennen der Fixierung eines jungen Weidenbaumes, der auf diese Weise seiner Stütze beraubt wurde. In den vergangenen Tagen wurde ein weiterer Baum angegriffen, diesmal ein von der Künstlerin kunstvoll gebundener Quittenbaum, der sich weiter vorne im Garten befindet. Das Kunstverein-Team verstehen wir nicht, was die Person antreibt, die hier so agiert. Geschäftsführerin Noor Mertens: "Daher versuchen wir auf diese Weise mit der betreffenden Person Kontakt aufzunehmen. Wir hoffen, dass ein Gespräch stattfindet, das anstelle der Beschädigungen treten kann. Der Garten ist ein öffentlicher Ort, jeder und jede kann ihn nutzen. Eben diese Gedanken spielen auch in der Installation der Künstlerin und für uns als Kunstverein eine zentrale Rolle." Die meisten Besucher des Gartens reagierten mit positiver Neugier auf die Veränderungen im Garten. Daher sind sei das Team sehr überrascht von diesem mutwilligen Vandalismus. Obwohl der Kunstverein derzeit wegen des Lockdowns geschlossen sei, kann er  unter der Woche telefonisch und per E-Mail erreicht werden.