Künstlerische Hausprojekte

Das problematische Haus von Jean-Pascal Flavien ist als Modell im Kunstverein zu sehen. (Foto: Kunstverein)

Ausstellung von Jean-Pascal Flavien in Langenhagen

Langenhagen. Der französische Künstler Jean-Pascal Flavien baute in den vergangenen Jahren mehrere Häuser, die er temporär bewohnte, als Atelier nutzte und teilweise öffentlich zugänglich machte. Im Kunstverein Langenhagen präsentiert Flavien Modelle dieser Häuser. Ein Beispiel ist das einen Meter breite und acht Meter lange „no drama house“, das für einige Monate auf dem Gelände der Galerie Giti Nourbakhsch in der Berliner Kurfürstenstrasse 12 stand.
Seine Erfahrungen mit der „problematischen“ Raumanordnung, macht er zum Thema, präsentiert Möbel als Wortfolgen.
Flavien nahm an zahlreichen internationalen Gruppenausstellungen, darunter das Kunsthaus Bregenz, im MUSAC Leon und der Tate Modern in London, teil. Zurzeit entwickelt und realisiert er zwei neue Hausprojekte: the statement house auf einem Dach in New York und das breathing house, das gerade im Centre d'Art du Parc Saint-Léger in Frankreich gebaut wird. Die Ausstellung im Kunstverein Langenhagen ist seine erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Es erscheint ein Katalog in Kooperation mit dem Centre d'Art du Parc Saint-Léger.
Die Ausstellung und das Vermittlungsprogramm werden durch die Unterstützung des Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und des Institut Francais ermöglicht.
Der Kunstverein lädt interessierte Bürgerinnen und Bürger zum Künstlergespräch am Sonntag, 20. Mai, um 15.30 Uhr in den Ausstellungsraum, Walsroder Straße 91 A ein und bietet Workshops zum Thema „Experimente mit den eigenen 4 Wänden“ für Gruppen und Schulkassen an. Dabei sind Flaviens Künstlerhäuser Anstoß, über den eigenen Wohnraum nachzudenken. Die Workshops sind kostenlos, Information und Anmeldung: Telefon (0511) 77 89 29 oder Email vermittlung@kunstverein-langenhagen.de.
Öffentliche kostenlose Führungen gibt es sonntags um 15.30 Uhr im Ausstellungsraum.