Kulturstiftung mit vielen Aktivitäten

Die beschmierte Skulptur an der Konrad-Adenauer-Straße soll bald gereinigt werden. Foto: K. Raap

Stammtisch für jedermann an jedem zweiten Freitag im Monat

Langenhagen (kr). Erst im Mai vergangenen Jahres hat sich die Kulturstiftung Langenhagen neu formiert. In den Vorstand gewählt wurden damals Ronald Kunze als Vorsitzender sowie Marco Brunotte und Hargen Depelmann als Stellvertreter. Schatzmeisterin Gabi Spier und Schriftführerin Ulrike Jagau ergänzen den Vorstand. Hinzu kamen Eckart Jakob sowie Christa und Eckard Röder als Beisitzer. Zu den ersten Aktionen zählte unübersehbar die Installation des Kunstwerkes "Augenhand" von Reng Rong auf dem Kaltenweider Platz, wo demnächst regelmäßig Märkte stattfinden. Rechtzeitig zur 700-Jahr-Feier wurde der "Obelisk" von Michael Deiml, der den Bauarbeiten am Schulzentrum weichen musste, an der Konrad-Adenauer-Straße in der Nähe der Elia-Kirche neu plaziert. Die Kosten dieser Maßnahme in Höhe von 1500 Euro übernahm die Kulturstiftung. "Dieser Stiftung geht es aber nicht nur um die in der Stadt verbliebenen Werke des ursprünglichen Projektes 99 Standpunkte", erklärte Vorsitzender Ronald Kunze in seinem Jahresbericht, "wir wollen die gesamte Kunst im öffentlichen Raum ins Bewusstsein der Bevölkerung bringen." So habe man alle im Stadtbild existenten Kunstwerke und auch die verstreut befindlichen Denkmale in Wort und Bild zusammengetragen und bei Wikepedia präsentiert. " Dieser auch für das Stadtmarketing bedeutsame Eintrag werde laufend vervollständigt. Das Thema Kunst in Langenhagen sei eine weitere Erfolgsgeschichte. Recherchiert würden anerkannte Werke, die sich im privaten Besitz, bei Unternehmen und in öffentlichen Stellen hängen. Sie alle sollen virtuell auf der Homepage www.kunst-in-langenhagen.de. präsentiert werden. "Kunstwerke dienen auch der Orientierung und sind für unsere teils eintönige flächige Region besonders wichtig", meint Ronald Kunze, "und wir haben schon einen reichhaltigen Bestand vor allem im Stadtpark, der sich zu ergänzen lohnt." Für das Jahr 2015 sei eine hochkarätige Ausstellung angedacht, die Langenhagen zu weiterer kulturpolitischer Berdeutung verhelfen könnte. Auch das Thema Streetart werde die Stiftung weiter verfolgen. Sehr gut angelaufen sei das Projekt "Ganz Langenhagen ist ein Museum". Hier würde ein virtuelles Museum zur Stadtgeschichte entwickelt. Aktuell will die Kulturstiftung die an der Konrad-Adenauer stehende ziemlich beschmierte Stahlplatte von James Reineking wieder in ihren Ursprungszustand versetzen.
Wer die Kulturstiftung kennen lernen möchte, hat dazu Gelegenheit an jeden zweiten Freitag im Monat ab 18 Uhr in der Galerie Depelmann. Bei diesem Kulturtreff, der nächste findet am 8. Februar statt, sind interessante Gespräche in lockerem Rahmen bei einem Glas Wein garantiert. Der neue Flyer der Stiftung liegt zum Mitnehmen bereit.