Kurioses vom Flughafen

Langenhagen. Bei der Einreisekontrolle eines Fluges aus Istanbul stellten kontrollierende Bundespolizisten am vergangenen Mittwoch einen 48-jahrigen deutschen Fluggast fest, der von der Staatsanwaltschaft Hannover per Haftbefehl gesucht wurde. Er hatte eine Ordnungswidrigkeit begangen, die Geldbuße jedoch nicht bezahlt und die daraufhin angeordnete zweitagige Erzwingungshaft nicht angetreten. Durch Zahlung von 113 Euro tauschte er die ihn erwartende Gefangniszelle gegen die Freiheit ein.
Am Tag zuvor reiste aus Lima/Peru über Amsterdamm ein 48-jähriger Mann aus der Region Hannover über den Flughafen Hannover in das Bundesgebiet ein. Beim Verlassen des Terminals A wurde er von Zollbeamten nach anmeldepflichtigen Waren befragt. Als Reisemitbringsel meldete er lediglich Süßwaren an. Bei der anschließenden Kontrolle des Reisegepäcks entdeckten die Zöllner einen in Alufolie eingewickelten Kaktus mit einem Gewicht von 2.300 Gramm und einer Größe von 47 Zentimeter. Der Kaktus mit dem lateinischen Namen „Opuntia ficus indica“ wies frische Schnittstellen auf. Nach eigenen Angaben hat der 48-Jährige den Kaktus aus der Natur entnommen um daraus ein Getränk zur Gewichtsabnahme herzustellen. Derartige Kakteen sind nach den Bestimmungen des Washingtoner Artenschutzübereinkommens geschützt. Die für die Einfuhr erforderliche Genehmigung konnte nicht vorgelegt werden. Der Kaktus wurde sichergestellt. Das weitere Verfahren wird vom zuständigen Bundesamt für Naturschutz geführt.