Langenhagen ohne Plastik

Grüne und Unabhängige fordern Initiative zur Vermeidung

Langenhagen. Auf Langenhagen umgerechnet fallen pro Jahr 2.083 Tonnen Plastikmüll an.
Die in Kürze geltenden Verbote von bestimmten Einwegprodukten aus Kunststoff wie Trinkhalmen, Polystyrolschalen und Einkaufstüten änderten den Plastikverbrauch nach Aussage der Ratsgruppe der Grünen und Unabhängigen nicht grundlegend. „Es geht uns nicht um die LEGO-Steine! Kunststoffe haben für dauerhaft genutzte Gegenstände nützliche Eigenschaften. Als Wegwerfprodukt ist das Material zu wertvoll und letztlich auch schädlich,“ stellt Fraktionsvorsitzender Dirk Musfeldt klar
Bei Frischwaren ließen sich die Verpackungen durch mitgebrachte Gefäße erheblich einsparen; wiederverwendbar und oft auch aus Kunststoff. Auf dem Wochenmarkt erfolge das immer häufiger, das Umdenken habe schon begonnen. Kleinere Portionen könne man im Handel auch lose anbieten, an der Theke oder im Lose-Laden. Bei Getränkeflaschen bräuchten Kunden mehr Auswahl; Mehrweg vor Einweg; Glas vor Plastik mit kurzen Wegen von den Produzenten zu den Verbrauchern
Die Ratsgruppe aus Grünen und Unabhängigen hat daher einen Ratsantrag zur Gründung einer Initiative zur Vermeidung von Plastikmüll unter dem Motto LoP! Langenhagen ohne Plastik! gestellt. Damit werde ein Beitrag für die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen geleistet werden; insbesondere zu Ziel zwölf „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ und Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“.
Denn: "Für den wachsenden Berg an Plastikmüll sind wir alle anteilig verantwortlich. Die Verbraucher ebenso wie die anbietenden Handelsunternehmen, die Verwaltung und die Gewerbetreibenden. Alle Langenhagenerinnen und Langenhagener sind gleichermaßen betroffen und dazu aufgefordert, bei Einwegverpackungen ihren Kunststoffverbrauch zu reduzieren. Eine gemeinsame Initiative vieler Kooperationspartnern kann auf lokaler Ebene durch eigenes Handeln einen wichtigen Beitrag zur Lösung des Problems Plastikmüll leisten", sagt Dirk Musfeldt.