Langenhagener „Fellnasen“ helfen in halb Europa

Hunde und Katzen sind das Ein und Alles für Daniela Werner.

Tierschutzverein existiert bereits seit fünf Jahren

Langenhagen (ok). Hunde, Katzen, ab und zu auch mal ein Kaninchen – mehr als 400 Tiere vermitteln die „Fellnasen“ Jahr für Jahr. „Quer durch Deutschland“, sagt Daniela Werner, die den Verein vor fünf Jahren gegründet hat. 45 Pflegestellen gibt es etwa in Deutschland, in der Regel seien die Katzen und Hunde zwischen vier und zwölf Wochen vermittelt. Daniela Werner hält Pflegestellen für eine gute Sache, für diejenigen, die Zeit und Lust hätten, sich um ein Tier zu kümmern. Aber eben nicht für immer. Der Verein hat insgesamt 29 Mitarbeiter, die sich in halb Europa engagieren. Bulgarien, Bosnien, Spanien, Kosovo. Und auch in Kuba, wo ein Kastrationsprojekt läuft. „Das ist sehr aufwändig, weil wir Operations- und Nahtmaterial, aber auch Parasitenmittel und Antibiotika nach Kuba schicken müssen. Geld nützt nichts, dort gibt es das nicht zu kaufen.“ Die Fellnasen finanzieren sich ausschließlich über Spenden; Daniela Werner ist schon seit 18 Jahren im Tierschutz tätig, arbeitet 16 Stunden am Tag für die Fellnasen. Für die gelernte Finanzdienstleisterin war das eine ganz schöne Umstellung, bei der sie nach eigenen Worten eine Menge Abstriche machen muss. Daniela Werner ist in ganz Europa unterwegs, um sich um Hunde und Katzen zu kümmern, vor allen Dingen in Bulgarien und auch in Bosnien-Herzegowina. In Bulgarien hat der Verein Hundehäuser mit 110 Tieren, in Bosnien-Herzegowina Pflegestationen. Gerade in der Hauptstadt Sarajevo ist die Situation nach den Worten Daniela Werners ganz schlimm. „Fast jeden Tag bekomme ich Anrufe, wenn ein Hund in einen Unfall verwickelt ist“, erzählt sie. Dann muss schnell gehandelt werden, damit der Vierbeiner überleben kann. Wer den Verein unterstützen möchte, kann sich gern unter www.fellnasen-ev.de informieren. Oder aber auf Facebook unter „Fellnasen e.V.“