Langenhagens Politik wird neu gemischt

Kommunal- und Bundestagswahl werden ihre Schatten voraus, Mitarbeiterin Maike Holzkämper im Hintergrund hat alle Hände voll zu tun. (Foto: O. Krebs)

Gleich zwei Wahltage stehen im September an

Langenhagen. Langenhagen wählt: Einen neuen Bürgermeister oder eine neue Bürgermeisterin, neue Mitglieder für den Rat der Stadt und neue Ortsräte am 12. September sowie gemeinsam mit ganz Deutschland einen neuen Bundestag am 26. September.
Und das erwartet die Wählerinnen und Wähler bei den Kommunalwahlen: Für die gesamte Region Hannover stehen sowohl die Wahl der Regionspräsidentin oder des Regionspräsidenten als auch die Wahl der Regionsversammlung an. In der Stadt Langenhagen werden bis zu drei zusätzliche Wahlen stattfinden. Für die Wahl des Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin stehen insgesamt sechs Kandidatinnen und Kandidaten zur Verfügung. Dazu kommt die Wahl eines neuen Rates der Stadt mit 42 Sitzen, bei der aus 209 Kandidaten verteilt auf sieben Parteien und fünf Wählergruppen in fünf Wahlbereichen ausgewählt werden kann. Und nicht zuletzt werden auch die Ortsräte der Stadt neu besetzt.
In den Ortsräten sieht das dann so aus:
In Engelbostel gibt es neun Sitze zu besetzen, insgesamt stehen 30 Kandidaten zur Wahl, die sich auf vier Parteien und zwei Wählergruppen verteilen. In Godshorn sind es elf Sitze und ebenfalls 30 Kandidatinnen und Kandidaten, verteilt auf sechs Parteien. In Kaltenweide werden elf Sitze neu besetzt, insgesamt stehen dort 37 Anwärter zur Auswahl, verteilt auf sechs Parteien und zwei Wählergruppen. In Krähenwinkel sind es neun Sitze, für die insgesamt 21 Kandidaten antreten, verteilt auf drei Parteien und eine Wählergruppe. Und im Schulenburger Ortsrat stehen sieben Sitze zur Verfügung, für die sich insgesamt 19 Kandidaten aus vier Parteien bewerben.Regionspräsident und Bürgermeister werden mit einer Stimme gewählt, bei der Bundestagswahl werden eine Erststimme für den Wahlkreiskandidaten und die so genannte Zweitstimme als "Kanzlerstimme" für die Partei vergeben. Maximal drei Stimmen können bei der Wahl des Stadtrates und der Ortsräte verteilt werden. Entweder werden sie auf einen Bewerber kumuliert oder panaschiert, sprich aufgeteilt.
Das Wahlbüro für die Teilnahme an der Briefwahl vor Ort ist seit dem 23. August im Ratssaal der Stadt Langenhagen für alle wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger der Stadt während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros geöffnet. Diese sind:
• montags, 8 bis 17Uhr
• dienstags,8 bis 16 Uhr
• mittwochs,8 bis 12 Uhr
• donnerstags, 8 bis 17 Uhr
• freitags, 8 bis 12 Uhr
• Sonnabend, 28. August, für die Kommunalwahlen von 9 bis 12 Uhr
• Sonnabend, 11. September, für die Bundestagswahl von 9 bis 12 Uhr
Die Wahlberechtigung zur Kommunalwahl richtet sich nach dem Niedersächsischen Kommunalverfassungsgesetz – die wichtigsten Regelungen dabei sind:
• mindestens rei Monate im jeweiligen Wahlgebiet wohnhaft (Stichtag: 12. Juni),
• Vollendung des 16. Lebensjahres,
• deutsche Staatsangehörigkeit oder Angehörigkeit eines anderen EU-Staats.
Die Wahlberechtigung zur Bundestagswahl richtet sich nach dem Bundeswahlgesetz – die wichtigsten Regelungen darin sind:
• mindestens drei Monate im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland wohnhaft (Stichtag: 26. Juni),
• Vollendung des 18. Lebensjahres,
• Deutsche Staatsangehörigkeit.
Zur Wahl muss die gelbe Wahlbenachrichtigungskarte mitgebracht werden, sowie ein gültiger Lichtbildausweis für eine eventuelle Übereinstimmungsprüfung. Eine Teilnahme an der Wahl ist auch nur mit gültigem Lichtbildausweis, durch den eine zweifelsfreie Identifizierung erfolgen kann, möglich.
Am Wahltag selber stehen die Wahllokale zur Verfügung. Diese sind auf den gelben Wahlbenachrichtigungskarten angegeben. Aufgrund der Corona-Pandemie wurden jedoch zum Schutz der Wahlhelfenden und Wählenden große Pausenhallen von Schulen und Sporthallen statt Kitas und Vereinsheime eingerichtet. Das Wahlamt bittet deshalb darum, genau auf die eigene gelbe Wahlbenachrichtigungskarte zu schauen, da das Wahllokal möglicherweise nicht das gleiche wie bei vorangegangenen Wahlen ist.
Die Wahllokale - die Zahl ist wegen der Corona-Pandemie reduziert und auf größere Orte verlegt worden  - haben an beiden Wahlsonntagen in der Zeit von 8 Uhr bis 18 Uhr geöffnet.Die Wahlbezirke sind gleich geblieben. Gewählt wird jetzt in der Adolf-Reichwein-Schule, der IGS Süd, der Leibniz IGS, der Friedrich-Eber-Schule, der Peko-Halle. der Grundschule Krähenwinkel, der Schule Kaltenweide, der Schule Godshorn, im Dorfgemeinschaftshaus Schulenburg und in der Schule Engelbostel.
Bis dahin können weiterhin noch Briefwahlunterlagen beantragt werden. Das geht entweder direkt im Ratssaal des Rathauses, zur Abholung oder direkten Stimmabgabe vor Ort während der Öffnungszeiten des Bürgerbüros. Außerdem kann man die Unterlagen auch schriftlich per Mail oder Post unter Angabe von Name, Vorname, Wohnanschrift, Geburtsdatum und für welche Wahl beantragen, oder ganz digital auf der Website der Stadt unter der Rubrik „Online-Wahlschein“. Bei der Beantragung der Briefwahlunterlagen ist bitte die Dauer des Postwegs zu beachten, so dass die Beantragung einer Zusendung der Unterlagen nur bis einschließlich 8. September für die Kommunalwahlen bzw. bis einschließlich 22. September für die Bundestagswahl möglich ist.
Falls es bei der Wahl zur Regionspräsidentin oder zum Regionspräsidenten, beziehungsweise bei der Wahl zur Bürgermeisterin oder zum Bürgermeister zu einer Stichwahl kommt, findet diese am Tag der Bundestagswahl am 26. September statt.
Gesucht werden nach wie vor Wahlhelfer, Interessierte können sich unter der Telefonnummer (0511) 73 07-92 28 melden.