Langfristig nur Ganztagsschulen

SPD und Grüne wollen befristet zusätzliche Hortplätze

Langenhagen (ok). SPD und Grüne wollen's jetzt wissen, auf lange Sicht alle Grundschulen in offene Ganztagsschulen umwandeln. Zunächst einmal sollen allerdings Hortplätze geschaffen werden, die auf zwei Jahre befristet sind. Betroffen sind die Bereiche Krähenwinkel und Kaltenweide sowie das Einzugsgebiet der Friedrich-Ebert-Schule. Die „nachschulische Bildung“ wollen sich SPD und Grüne so einiges kosten lassen; rund 300.000 Euro sind dafür im aktuellen Ergebnishaushalt veranschlagt worden; der ist allerdings von der Region noch nicht genehmigt worden. Im Finanzhaushalt sollen 250.000 Euro für bauliche Maßnahmen vorgesehen werden. Jetzt muss aber geeignetes Personal gefunden werden, und darin scheint ein Problem zu liegen. Denn: Erzieherinnen und Erzieher sind zurzeit auf dem Arbeitsmarkt Mangelware; dazu komme noch, dass die Stadt Langenhagen viel befristet einstelle und auch weniger als beispielsweise die Landeshauptstadt Hannover zahle. Die Erzieherinnen und Erzieher, die erst einmal für die Horte eingestellt werden, sollen später einmal in die Ganztagsschulen gehen, um dort die Betreuung zu übernehmen. Die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Anja Sander fasst die Ergebnisse der gemeinsamen Beratungen von Rot/Grün zusammen: „In den nächsten Jahren werden wir nun im Zusammenspiel von Hort und Ganztagsschulen ausreichend Betreuungsangebote machen können. Die Priorität ist klar: Wir wollen ein flächendeckendes Netz an Ganztagsschulen in Langenhagen, ohne dabei Hortplätze gegen Ganztagsschulen auszuspielen. Für uns steht an erster Stelle ein gutes Betreuungsangebot für Kinder mit einer hohen pädagogischen Qualität.“