„Langsam ein Vertrauensverhältnis aufbauen“

Wollen als Vermittler für die Kinder und Jugendlichen auftreten: Daniela Boese und Alexander Pischel.Foto: O. Krebs

Daniela Boese und Alexander Pischel sind die neuen MAJA-Gesichter

Langenhagen (ok). Die mobile aufsuchende Jugendarbeit – MAJA – hat ein neues Gesicht, sogar zwei. Zumindest, was die handelnden Personen angeht. Der Soziologe Alexander Pischel (36) und seine Kollegin, die Dipolomsozialpädagogin/-sozialarbeiterin Daniela Boese (32), haben jetzt die Nachfolge des Teams Ramona Schirmer und Alexander Pufal angetreten. Und beide bringen schon eine Menge Erfahrung mit, was die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen angeht: Daniela Boese, die zuletzt in Kiel gelebt hatte, war in der sozialpädagogischen Familienhilfe tätig, hat auch schon eine Mädchengruppe geleitet. Und Alexander Pischel war Jugendpfleger bei der katholischen Kirche und Gemeindejugendpfleger in Harsum bei Hildesheim. Die zwei wollen erst einmal „Strukturen und Gegebenheiten“ in der Flughafenstadt kennen lernen und natürlich auch die Kinder und Jugendlichen. Da haben sie in den Sommerferien viel Gelegenheit dazu, denn sie sind mit dem MAJA-Mobil in der ganzen Stadt unterwegs. Den Auftakt machte in dieser Woche der Interkulturelle Erlebnispark (IKEP) in Kaltenweide. Im Laufe der Zeit ist es für Alexander Pischel wichtig, herauszufinden, wo sich die Jugendlichen aufhalten, wie sie ticken, um Kontakt zu ihnen herzustellen. Pischel: „Wir müssen wie Vermittler auftreten und langsam ein Vertrauensverhältnis aufbauen. Das geht nur über Beziehungsarbeit.“ Das Angebot müsse breit gehalten werden, die Vernetzung mit den anderen sozialen Einrichtungen wie etwa dem Fachdienst Kinder und Jugend in der Stadt groß sein. So könne für jeden etwas Cooles dabei sein.
Was feste Einrichtungen wie etwa einen Jugendtreff angeht, so ist Pischel teilweise skeptisch: „Da gibt es für viele große Hemmschwellen; Erwachsene stellen Regeln auf.“ Er ist sich mit seiner Kollegin einig: „Die Kids müssen auch mal das tun und lassen können, was sie wollen.“ Zusammen wollen die beiden in der Flughafenstadt etwas bewegen. Wer das MAJA-Duo näher kennen lernen möchte, kann gern bei den Terminen mit dem MAJA-Spielmobil – jeweils zwischen 15 und 19 Uhr – vorbeischauen: In der kommenden Woche vom 8. bis zum 12. Juli steht es auf dem Schulhof der Brinker Schule; vom 15. bis 19. Juli auf dem Schulhof der Grundschule Godshorn am Rähweg: Auf den Spielplatz am Söseweg geht es vom 22. bis 26. Juli und zum Abschluss auf die Wiese an der Leibnizstraße gegenüber des SCL-Heims.