"Lasst die Kinder niemals allein ins Wasser"

Die DLRG appelliert an Verstand und Vernunft der Badegäste. (Foto: F. Berkemann)

Gefahren an und in den Seen werden nicht erkannt

Langenhagen. Nachdem die Langenhagener Rettungsschwimmer im Mai eine Informationsveranstaltung zu den „Gefahren am und im Wasser“ angeboten hatten, mussten sie am Wochenende wieder feststellen, dass es für einige Badegäste gut gewesen wäre, wenn sie die Veranstaltung besucht hätten.
So wurde wiederholt von den Wachgängern beobachtet, dass kleine Kinder in Schlauchbooten über den Silbersee gerudert wurden. Die Kinder waren mit Sonnenschutzcreme und Schwimmflügeln versehen. Hier besteht die Gefahr, dass sich die Schwimmflügel bei einem Sturz in den See sofort von den Armen abstreifen, und das Kind sofort untergehen kann. Besser wäre an dieser Stelle, wenn die Kinder mit Schwimmwesten ausgerüstet wären, die auch einen Gurt durch den Schritt haben.
Des Weiteren wurden auch wieder Eltern beobachtet, die mit ihren Smartphonen beschäftigt waren und deren Kinder sich am oder schon im Wasser aufhielten. Hier kann die DLRG nur immer wieder an den Verstand der Eltern appellieren: „Lasst die Kinder niemals allein ins Wasser“.
Ärzte raten dazu, bei großer Hitze viel zu trinken. Das hat sich auch bei den Badegästen herumgesprochen, bedauerlicherweise aber nicht bei allen, dass auf Alkohol vor dem Schwimmen verzichtet werden soll.
Bei einer Wassertemperatur von 25 Grad Celsius ist der Sprung in den Silbersee auch keine Erfrischung mehr. Der Wasserspiegel des Sees ist auch schon einige Zentimeter gesunken, aber die Stimmung und Motivation der Mitglieder der DLRG Langenhagen ist gut. Erfreulicher Weise sind in diesem Jahr auch wieder einige neue Jugendliche beim Wachdienst dabei. So wurden an 29 Wachdiensttagen schon 2.500 ehrenamtliche Stunden geleistet. Bei 25 leichten Verletzungen konnten die Ersthelfer mit Pflastern und Ratschlägen helfen. Bei diesen Verletzungen handelt es sich hauptsächlich um Schnittverletzungen an den Füßen, hervorgerufen durch Muschelschalen, Glasscherben und Steine.
Die Mitarbeiter des Langenhagener Ordnungsamt berichteten auch, dass sie an den vergangen heißen Tagen am Silbersee einige Autos umsetzten lassen mussten, da ein Vorbeifahren an diesen Fahrzeugen nicht mehr möglich gewesen sei. Natürlich wurden auch noch diverse Knöllchen geschrieben. Dabei wären diese Bußgelder gar nicht nötig, da auf dem Parkplatz am Ostufer immer noch Parkplätze zur Verfügung ständen.