Laute Maschinen weiter zugelassen

Jüngste Sitzung der Fluglärmschutzkommission

Langenhagen. Die Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und gegen Luftverunreinigung durch Luftfahrzeuge für den Flughafen Hannover-Langenhagen – so der offizielle Name – hat die Aufgabe, die Luftaufsichtsbehörde (Wirtschaftsministerium) und die Flugsicherung bei den Möglichkeiten zur Minderung der Lärm- und Luftbelastung für die Anwohnerinnen und Anwohner des Flughafens zu beraten.
Die jüngste Sitzung der Fluglärmschutzkommission war geprägt durch Erläuterungen des Wirtschaftsministeriums zur Neuregelung der Betriebsbeschränkung für den Flughafen (volkstümlich Nachtflugregelung) und anschließender kontroverser Diskussion in der Kommission.
Vom Wirtschaftsministerium wurde zur Betriebsbeschränkung erläutert, dass nach Abwägung und Auswertung der Stellungsnahmen in Übereinstimmung mit der Flughafengesellschaft lediglich Flugzeugtypen zugelassen werden, die die Voraussetzungen der Lärmgrenzwerte nach ICAO-Kapitel 4 erfüllen. Bisher galt als Voraussetzung für den Start-und Landevorgang der Grenzwert nach Kapitel 3. Die Kommission hatte hier erheblich weitergehende Begrenzungen gefordert. In der neuen Regelung sind somit auch weiterhin große laute Maschinen zugelassen.
Die Fluglärmschutzkommissionsetzte sich bei einer ihrer Kernforderungen weitgehend durch: der Festlegung einer erneuten Befristung. Die Kommission hatte eine Befristung der Neuregelung auf fünf Jahre gefordert, um im Rahmen der nächsten Überarbeitung vor allem technische Veränderungen und neue Erkenntnisse zum Lärmschutz kurzfristiger zu betrachten und zu überprüfen. Das Ministerium hat sich für eine Neuregelung der Betriebsbeschränkung auf zehn Jahre ausgesprochen. Grundsätzlich wurde diese Regelung von der Fluglärmschutzkommission begrüßt.
Das Wirtschaftsministerium legte noch einmal dar, dass der Flughafen einen Anspruch auf eine 24-Stunden-Genehmigung habe und das Luftverkehrskonzept des Bundes eine 24- stündige Öffnung des Flughafens vorsehe. Zu berücksichtigen ist aber, dass der Flughafenbetreiber über eine entsprechende Genehmigung verfügt. Diese Regelung wurde in der Kommission krisiert. Vor allem, dass die Mehrheitseigentümer (Land und Stadt Hannover) sich vor ihrer sozialen Verantwortung drückten und sich hinter der Flughafengesellschaft versteckten. Nach Aussage des Ministeriums haben das Luftverkehrskonzept als auch die Eigentumsverhältnisse keinen Einfluss auf die vorgenommene Betriebsbeschränkung.