Lenste ist endgültig Vergangenheit

Im Zeltlager herrschte im Großen und Ganzen eine harmonische Stimmung.
 
Verkleiden stand unter anderem auch auf dem Programm.

SCL zieht Schlussstrich unter Ferienfreizeit nach insgesamt 55 Jahren

Langenhagen. Trotz des durchwachsenen Wetters herrschte im Zeltlager des SC Langenhagen bei Grömitz an der Ostsee gute Stimmung – alle stellten sich eben auf das Wetter ein. Alle 112 Kinder und ihre 21 Betreuer machten das Beste daraus, und mittlerweile waren auch alle schon mehrfach am Strand und auch in der Ostsee. Wenn mal kein Strandwetter iwar, wurden von der Betreuercrew entweder Aktionen angeboten, oder man bummelt mal durch Grömitz, bastelt etwas oder es wird einfach "gechillt".
Vom ersten Tag an herrschte eine tolle Atmosphäre. Da die Anzahl der "Widerholungstäter" wieder sehr hoch ist war es irgendwie wie "nach Hause kommen". Ein letztes Mal, denn die Fahrten an die Ostsee werden wohl Gechichte sein.Ja, es stimmt wir hören auf. Lagerleiter Olli Wild, der vor 41 Jahren das erste Mal als Kind mitgefahren ist, ab auf Facebook bekannt:
"Nach 25 Jahren Lagerleitung, ein Vierteljahrhundert, die Hälfte meines Lebens, habe ich mich schweren Herzens entschlossen aufzuhören.
Die Gründe dafür sind vielfältig.
Einer der Hauptgründe ist dass es immer schwerer wird geeignete Leute zu finden die bereit sind sich als Betreuer zur Verfügung zu stellen, die selbstständig und zuverlässig sind und mit denen man trotz 3 Wochen Dauerstress und viel Arbeit auch noch Spaß haben kann.
Wenn wir nicht eine so eingeschworene, treue und leistungsbereite Stammcrew gehabt hätten wäre es vermutlich schon vor Jahren so gekommen.
Ein weiterer Grund ist die immer schwieriger werdende Zusammenarbeit mit unserem Gastgeber dem KSV Neumünster.
Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen, ist lange gereift und unumstößlich."
Dovh zurück zum diesjährigen Lager: Abgesehen von einigen kleinen, normalen Streitereien wie "er ist auf meinen Schlafsack getreten" herrschte eine sehr harmonische Stimmung. Die Großen spielten mit den Kleinen, ständig mischten sich die Zeltgruppen und alle waren einfach zufrieden. Die wenigen Kinder mit Heimwehwehchen reagierten nur noch mit einem Schmunzeln, wenn sie von Olli regelmäßig darauf angesprochen wurden.
Bei Aktionen wie "Schlag den Betreuer", bei der immer ein oder mehrere Kinder aus einem Zelt gegen einen Betreuer in verschiedenen lustigen Wettbewerben antretten müssen oder beim "Disneytag", hier waren alle Betreuer als Disney-Figuren verkleidet und boten Spiele passend zu ihrer Figur an, herrschte ausgesprochen gute Stimmung.
Jetzt fuhr die Meute dann zu den Karl May-Festspielen nach Bad Segeberg, um sich das Stück "Unter Geiern" anzusehen. Dort angekommen machte das Wetter aber einen gründlichen Strich durch die Rechnung. Eine Viertelstunde vor Vorstellungsbeginn öffnete der Himmel seine Schleusen und die Gruppe saß 20 Minuten im Starkregen. Da gab auch irgendwann die beste Regenjacke auf. Entgegen der Erwartung von Freizeitleiter Olli Wild wurde aber die Vorstellung nicht abgesagt, sondern mit 45-minütiger Verspätung begonnen. Zur Pause waren die Kinder allerdings so durchgefroren, dass schweren Herzens die Entscheidung getroffen wurde "Abbruch, Gruppe Langenhagen zu den Bussen. Wir fahren". Im Camp angekommen wurden alle unter die heiße Dusche geschickt wodurch vermutlich die befürchteten Erkältungen ausblieben.
Eine Beschwerdemail beim Kalkbergtheater zeigte erfreuliche Wirkung. Das Theater bot einen zweiten, kostenfreien Termin zum Besuch an. Nun war "nur noch" die Aufgabe zu lösen in der Hauptsaison drei Busse zu organisieren was aber glücklicherweise auch gelang und so fuhr die Gruppe erneut nach Bad Segeberg fahren und sah bei tollem Wetter die Aufführung.
Natürlich stand auch der Besuch des Hansa-Parks auf dem Programm der Gruppe, ebenso wie das traditionelle Geländespiel welches in diesem Jahr als Krimi aufgebaut war.
Auch das Bergfest zur Mitte der Freizeit war ein voller Erolg. Hier mussten die Teilnehmer der Freizeit, bei uns liebevoll Teilis genannt, in verschiedenen Wettkämpfen gegeneinander antreten. Nutellaglas schieben, Kartenhaus bauen und vieles mehr liess bei einigen den Ehrgeiz wachsen. Und anschließend wurde anstatt des Abendessens gegrillt - es endlich die Lenste-Burger.
Neben ein paar Erkältungen und einem geprelltem Arm hielt sich glücklicherweise auch die Anzahl der Arztbesuche in Grenzen.