Leserbrief

Hundehalter und Wählerstimmen

Zur Berichterstattung rund um die Erhöhung der Hundesteuer erhielt die Redaktion folgenden Leserbrief: "Das arrogante selbstherrliche Verhalten des Ratsherrn Kohne kann und will ich nicht hinnehmen. Er muß zur Kenntnis nehmen, daß er nicht Steuereintreiber von Kaisers Gnaden ist, sondern von Langenhagener Bürgern als deren Vertreter er in den Rat gewählt wurde. Damit ist er zuerst den Langenhagener Bürgern und erst dann der Parteidisziplin verpflichtet.
Falls er seine Äußerung als Vertrauensfrage verstanden wissen will, muß er diese an seine Fraktion stellen. Ich erwarte, daß SPD und Grüne sich von dieser Aussage Kohnes öffentlich distanzieren. Bei ca. 2500 Hunden geht es immerhin um ca. 5000 Wählerstimmen.
Ein Hund kostet monatlich zwischen 50 Euro und 100 Euro. Das macht bei 2500 Hunden im Jahr zwischen 1,5 und 3 Millionen Euro, wovon ein Großteil als steuerpflichtiger Umsatz im Langenhagener Einzelhandel bleibt. Um die zusätzlich finanzielle Belastung durch die Hundesteuer aufzufangen, könnten wir vermehrt billiger im Onlinehandel kaufen oder aus Frust unsere Einkäufe im Umland tätigen. Dann würden im Langenhagener Einzelhandel die Umsätze sinken und ebenso das Steueraufkommen für Langenhagen. Merke: Man muß immer da kneifen, wo es besonders weh tut! Der Rat hat bis zu den nächsten Wahlen Zeit, seine Entscheidung zu revidieren."
Erhard Quoos, Langenhagen