Leserbrief

Massenhaltung auf beengtem Raum

Zum Artikel "Bildungsfreundlichste Stadt" auf Seite sieben im ECHO vom 17. Oktober erreichte uns folgender Leserbrief: "Die Ratsmitglieder Golatka (CDU) und Veltrup (BBL) fordern fraktionsübergreifend, dass Langenhagen zur bildungsfreundlichsten Stadt der Region wird. Davon ist die Langenhagener Schullandschaft aber weit entfernt. Viele Eltern verzichten sogar auf das gegenwärtige Angebot und wählen andere Schulen außerhalb Langenhagens für ihre Kinder, soweit es ihnen möglich ist.
Und so wie es aussieht, wird sich an dem mangelhaften Zustand der Schulen auch so schnell nichts ändern. Ganz im Gegenteil. Der Rat hat erst kürzlich beschlossen, dass es neben dem Gymnasium nur noch drei Integrierte Gesamtschulen in Langenhagen geben soll. Allesamt mit vielen Schülern und Lehrern. Echte Massenhaltung auf beengtem Raum und aktuell oft in Containern.
Die Schulen sollen gut und gleich behandelt werden. Das klingt zwar gerecht, ist aber dann doch eine Geldfrage. Denn die finanzielle Leistungsfähigkeit der Stadt sei begrenzt.
Mit welcher Summe sich die Stadt Langenhagen im Schulbereich überheben würde, bleibt unklar. Etwa mit einer Investitionssumme von 200, 400 oder 800 Millionen Euro innerhalb der kommenden 15 Jahre?
Immerhin geht es um die Ausbildung der Kinder bzw. Jugendlichen, die nach ihrem Abschluss alljährlich auch in die verschiedensten Bereiche der deutschen Wirtschaft entlassen werden, um dort die angeblich fehlenden Facharbeitsplätze zu besetzen, damit anschließend wieder Steuereinnahmen für Staat und Kommunen fließen.
Dabei liegt die Steuern- und Abgabenlast der Deutschen europaweit an der Spitze. Was bleibt davon aber bei der Bildung?
Auf anderen Politikfeldern wird hingegen die Frage nach der finanziellen Leistungsfähigkeit des Staates und der Kommunen mit keinem Wort gestellt. Da ist das Geld scheinbar einfach vorhanden. Und das ist eben völlig ungerecht. Und zudem handelt es sich hierbei oft um keine Investitionen in die gute Zukunft – eher im Gegenteil.
Das war mit der sogenannten Griechenlandrettung so, als fehlgeleitete Banken mit Milliardenbeträge aufgefangen wurden und es ist mit der irregeführten Flüchtlingspolitik ebenso.
Im Bezug auf die ungesteuerte Masseneinwanderung werden alle Kassen geöffnet, um Bildungs- und Kulturferne zu integrieren. Die Initiative Offene Gesellschaft Langenhagen findet das toll.
Solange das so ist, können auch Schulen gebaut werden. Meinetwegen mit vergoldeten Wasserhähnen auf den Unisex-Toiletten."

Gerriet Kohls, Kaltenweide