Letzter Vorstoß des Seniorenbeirates

Ratsmitglieder fordern Delegiertenwahl und politische Beteiligung

Langenhagen (ok). Amtszeit von zwei Jahren, Neuwahl des Seniorenbeirates per Delegiertenwahl bei einer Gründungsversammlung mit Vertretern aus Vereinen und Verbänden, die in der Seniorenarbeit tätig sind, mögliche Ersatzmitglieder nach Vorschlag des Seniorenbeirates, elf Mitglieder plus vier Ratspolitiker: So sehen die wesentlichen Punkte aus, aus denen die Verwaltung nach dem Auftrag einer interfraktionellen Arbeitsgruppe eine Drucksache erarbeiten soll. Eine Drucksache, die sicher nicht auf das Verständnis des Seniorenbeirates trifft. Die Repräsentanten sind bei einem Treffen, bei dem eigentlich ein Kompromiss erarbeitet werden sollte, aufgestanden und gegangen, weil sie keine Chance auf Einigung mehr sehen. Gleichwohl wagen die Mitglieder um die Vorsitzende Christa Röder noch einen Vorstoß, stellen einen Antrag auf Briefwahl des Seniroenbeirates. Offiziell ist das Gremium noch bis zum 31. Oktober im Amt. Aber das Tischtuch scheint zerschnitten. „Teile des Rates sehen sich als Souverän. Wir sollen den Rat nur beraten“, sagt Dieter Palm. Für ihn und auch die anderen Mitglieder zu wenig. Schließlich hätten sie in all den Jahren eine Menge Vorschläge auf den Weg gebracht. Dabei allerdings auch relativ selten Gehör gefunden. Ausnahme: das Betreute Wohnen in Schulenburg. Projekte wie Pfad der Sinne, verbreiterte Parkplätze oder auch aufsuchende Seniorenbegleitung seien allerdings im Sande verlaufen. Dass die Verwaltung jetzt niedersächsische Orte wie Osnabrück, Lüneburgl, Nordhorn oder Schwanewede als positive Beispiele für eine Delegiertenwahl in Sachen Seniorenbeirat aufführt, findet Christa Röder etwas weit hergeholt. In Laatzen beispielsweise seien gerade 13 Mitglieder unter 16 Kandidaten per Urwahl bestimmt worden. Und auch die Aussage, je kürzer die Wahlperiode, desto größer die Chancen auf Kandidaten, hält sie für eine Mär. Rosemarie Bahrke und Eckhard Keese beispielsweise gehörten dem Gremium ja bereits seit zwölf Jahren an.