Leuchtturmprojekt für mehr Miteinander

Valentin Herrmann (rechts) vom Sanierungsbeirat Wiesenau hatte zur symbolischen Eröffnung der Friedrich-Ebert-Straße Muffins mit einem kleinen Schild verkehrsberuhigter Bereich mitgebracht. Einen davon überreichte er Stadtbaurat Carsten Hettwer. (Foto: J. Stahl)

Beteiligte feierten jetzt symbolische Freigabe der neuen Friedrich-Ebert-Straße

Langenhagen. Zahlreiche Interessierte feierten jetzt die symbolische Freigabe der umgestalteten Friedrich-Ebert-Straße inklusive eines Abschnittes der Liebigstraße. Mehr als 4.200 Quadratmeter wurden innerhalb von acht Monaten aufwändig saniert. Dabei wurden neue Begegnungsräume geschaffen und alte Trennungen aufgehoben.
„Mein Dank gilt allen, die von der Sanierung der Straßen betroffen waren oder an dieser mitgewirkt haben“, sagte Langenhagens Stadtbaurat Carsten Hettwer. „Insbesondere den Anwohnern für die Geduld während der Baumaßnahme und für ihre Mitgestaltung der heutigen symbolischen Straßenfreigabe.“
Schon vor dem Baustart im März dieses Jahres hatten sich Wiesenauer Bürgerinnen und Bürger eingebracht und bei Stadtteilspaziergängen oder Informationsveranstaltungen angeregt, worauf bei dem Leuchtturmprojekt Friedrich-Ebert-Straße zu achten sei. Ihre Änderungswünsche wie mehr Grün und eine ansprechende Pflasterung sind in den Planungsprozess eingeflossen.
Mit dem Ergebnis: Die 460 Meter lange Friedrich-Ebert-Straße sowie ein Abschnitt der Liebigstraße wurden innerhalb von siebeneinhalb Monaten zum verkehrsberuhigten Bereich umgebaut. Das heißt, die einstige Nutzungstrennung – hier Gehweg, dort Fahrbahn – existiert nicht mehr. Der Straßenraum gehört fortan allen Verkehrsteilnehmern: Fußgängern, Radfahrern und Autofahrern gleichermaßen. Neue Pflanzbereiche, in die zu gegebener Zeit noch Felsenbirnen eingesetzt werden, schaffen neue Begegnungsräume und erhöhen die Aufenthaltsqualität vor den Haustüren. Mithilfe des Sanierungsprogrammes „Soziale Stadt Wiesenau“ wurde die Friedrich-Ebert-Straße als ein Leuchtturmprojekt entwickelt. Rund eine Millionen Euro kostete die umfangreiche Sanierung, bei der diverse Missstände behoben wurden. Zuvor hatten Fahrbahn und Gehwege Verschleißerscheinungen aufgewiesen. Der Straßenaufbau war in einem schlechten Zustand. Die Straße wurde eineinhalb Monate eher als geplant fertiggestellt.  Im Zuge der Straßensanierung wurden unter anderem rund 550 Kubikmeter Asphalt aufgebrochen und etwa 2.500 Kubikmeter Boden ausgehoben. Anschließend wurden unter anderem etwa 4.000 Quadratmeter Betonpflaster verbaut. Im Zuge des Kanalbaus wurden etwa 800 Meter neue Rohrleitungen verschiedener Dimension (Durchmesser 16 bis 31,5 Zentimeter) verlegt.