Lichtdurchflutet mit historischem Charme

Haben sich schon in den neuen Räumen eingelebt (von links): Rainer Stenzel, Jürgen Hameister, Wolfgang Fechner und Heike Brück-Winkelmann mit Carsten Hettwer.Foto: O. Krebs

Stadtarchiv ist vom Rohdehaus in die Remise im Eichenpark umgezogen

Langenhagen (ok). "Keine Zukunft ohne Herkunft" – so das Motto von Stadtbaurat Carsten Hettwer. Vorstellungen, die auch in den Umbau der ehemaligen Remise im Eichenpark zum Stadtarchiv eingeflossen sind. Rund eineinhalb Jahre ist gebaut worden, das Ganze hat etwa 856.000 Euro gekostet, rund 100.000 Euro stammen aus dem Konjunkturpaket II. Für die 297 Quadratmeter große Fläche ist versucht worden, historische Werte zu erhalten. Beispiel: Steine vom Dach sind wieder eingebaut worden. Zur Historie: Schon 1862 stand hier eine Erziehungs- und Pflegeanstalt; 1906 war es das Siechenhaus in der Klinikanlage. 1938 war es dann das Haus 9 des Pflege- und Altenheimes Feierabend. Zwischen 1990 und 2000 stand das Gebäude dann leer, mehrere Nutzungen waren im Gespräch, unter anderem ein Fahrradmuseum. Später sollte das Projekt "'Do it" hier ein Zuhause bekommen oder auch die Landesgartenschau, die dann keine Mehrheit im Rat der Stadt Langenhagen gefunden hat. 2009 wurde es dann konkreter: Verwaltungsbüros, Standesamt oder Stadtarchiv sollten hier rein. Das Stadtarchiv ist es letztendlich geworden; eine Entscheidung, über die sich alle Beteiligten freuen. Sind die Räume doch hell, freundlich und lichtdurchflutet, für Publikum geradezu ideal. So könnten beispielsweise die Fraktionen hier tagen, da der Platz im Rathaus doch beschränkt ist. Heike Brück-Winkelmann, Leiterin des Stadtarchivs, brachte es treffend auf den Punkt, was den gelungenen Umbau betrifft: "Langenhagen hat ja kein Schloss, da ist das ja das Mindeste." Über die Zukunft des ehemaligen Domizil des Stadtarchivs im Rohdehaus ist übrigens noch keine politische Entscheidung getroffen worden.