Liegestütz waren nicht notwendig

Zielsicherheit war ebenso gefragt... (Foto: D. Lange)

Wetter ließ Sommerbiathleten nicht im Stich

Langenhagen (dl). Genauso wie Sommerrodeln oder Sommerskispringen nimmt auch der Sommerbiathlon seine Anleihen aus der jeweiligen Wintersportart, wobei der Begriff „Sommer“ derzeit aber nicht allzu wörtlich genommen werden sollte. Bei den niedrigen Temperaturen standen viele Aktive deshalb vor dem Problem, sich während der Wartezeiten angemessen warm zu halten, denn der Aspekt der Geselligkeit spielt trotz allen sportlichem Ehrgeiz schließlich auch eine wichtige Rolle. Wenigstens blieb es trocken, aber selbst Regen wäre für den Veranstalter, Uwe Eikemeier und die Schützengesellschaft Langenhagen, kein Grund zur Absage gewesen. „Dann hätten wir eben auf das Laufen verzichtet und drinnen stattdessen Liegestütz oder etwas ähnliches gemacht. Da wär uns schon was eingefallen. Für uns ist eine Veranstaltung wie diese auch eher als eine Werbung für den Schießsport und die Schützenvereine zu verstehen“ so Eikemeier zu seinem Plan B. Aber alles ging gut. Die Veranstaltung war ausgeschrieben für die Kategorien Sprint über 3.000 Meter, Nordic Walking über 800 Meter und 1.200 Meter sowie Staffeln über dreimal 1.200 Meter, aufgeteilt nach unterschiedlichen Altersgruppen. Geschossen wurde zwischendurch mit dem Luftgewehr stehend aufgelegt auf eine Entfernung von zehn Metern. Bei den Staffelwettbewerben waren fünf Schuss zu absolvieren mit der Möglichkeit, dreimal nachzuladen, bei den Sprints nur ein Schuss. Fehlschüsse waren gleichbedeutend mit einer Strafrunde über 70 Meter und der damit verbundene Zeitverlust ist bei der Kürze der Gesamtdistanz nicht mehr aufzuholen. Gute Platzierungen kann man somit getrost vergessen. Das Nachladen ist bei einem Luftgewehr ohnehin immer etwas fummelig, was normalerweise kein Problem ist, denn man hat ja Zeit. Nicht so beim Biathlon, da zählt jede Sekunde und mit erhöhtem Puls und schweißnassen Händen vom Laufen kann das Ganze auch schon mal zur Geduldsprobe werden. Manche Läufer, so war zu beobachten, drosseln vor dem Schießen ein wenig das Lauftempo, in der Hoffnung, auf diese Weise den Puls etwas zu beruhigen, um Fehlschüsse zu vermeiden.
Als besonders lauffreudig und treffsicher erwiesen sich übrigens die Kaltenweider Schützen, die in fast allen Kategorien ganz vorn landeten.