Lösung für Rollstuhlfahrer

Christian Franz (rechts) hilft Andrea Ehlers am Geländefahrzeug. (Foto: G. Gosewisch)

Rennverein freut sich über Geländefahrzeug

Langenhagen (gg). Seit Jahren pflegt der Rennverein an der Neuen Bult mit der Rollstuhl-Sport-Gemeinschaft einen engen Kontakt. Ein Stand des Vereins ist an den Renntagen immer im Eingangsbereich zu finden. „Das ist eine gute Einrichtung und über diesen Kontakt wurde uns nun sogar die Lösung für ein großes Problem geliefert“, freut sich Susanne Born vom Rennverein bei der Präsentation eines Geländefahrzeugs für Rollstühle. Dies ist dringend nötig, denn nun können Besucher mit entsprechendem Handicap an den Renntagen auch den Grashügel vor dem Geläuf erreichen. Das war bisher schwierig, insbesondere bei Nässe. Das Geländefahrzeug ist eine Spende der Firma Ottobock, die Hersteller dieser Geländefahrzeuge ist.
Andrea Ehlers engagiert sich bei der Rollstuhl-Sport-Gemeinschaft und ist auch beruflich als Mitarbeiterin in einem Sanitätshaus täglich mit dem Thema Reha und Sport beschäftigt. Sie weiß am besten aus eigener Erfahrung, was zu beachten ist: „Das Geländefahrzeug ist ideal. Man muss sich als Rollstuhlfahrer nicht umsetzen, was eine Gefahrenquelle ist. Zudem kann im eigenen Rollstuhl die Sitzposition beibehalten werden, alles andere führt schnell zu Schmerzen.“ Möglichst ohne Hilfe den Alltag zu bewältigen, trotz Handicap, ist ihr sehr wichtig. Ihr Assistenzhund Ayla hilft ihr dabei. „Eine Jacke ausziehen, Türen schließen oder Schlüssel abziehen – das macht Ayla für mich“, erklärt sie. Im Rollstuhl voran zu kommen, bleibt der kraftraubende Alltag, um so besser sei es, mit Hilfsmitteln wie dem Geländefahrzeug einmal den Motorantrieb nutzen zu können, denn im weichen Untergrund bleiben die Lenkräder stecken. Das erlebt sie immer wieder auch am Silbersee oder im Wietzepark, wenn Ayla zur Gassi-Runde muss.