Löwenfell und Wasserpfeifentabak

Sicherstellungen am Airport Hannover

Langenhagen. Am Donnerstagvormittag reiste ein 53-jähriger Mann aus Melle/Landkreis Osnabrück aus Brüssel kommend über den Flughafen Hannover in das Bundesgebiet ein. Seine Reise hatte er in Dakar/Senegal begonnen. Dort hatte er für drei Monate seine Familie besucht.
Die Frage nach anmeldepflichtigen Waren wurde von ihm verneint. Bei der anschließenden Kontrolle fanden die Zöllner ein Stück Löwenfell in seiner Brieftasche. Nach Aussage des Reisenden handelt es sich um ein Geschenk und sollte ihn vor bösen Einflüssen beschützen.
Da es sich jedoch um das Fell eines artengeschützten Exemplars handelt, wurde dieses sichergestellt. Eine erforderliche Einfuhr-genehmigung lag nicht vor.
Das weitere Verfahren wird vom Bundesamt für Naturschutz geführt.
Eine weitere Kontrolle entwickelte sich dramatisch. Ein aus den USA über Amsterdam einreisender 37-jähriger Mann aus Kassel verneinte ebenfalls die Frage nach anmeldepflichtigen Waren. Bei der Kontrolle wurden drei Kilogramm Wasserpfeifentabak und drei Kilogramm Käse und Fleischwaren gefunden.
Gegen den Mann wurde ein Steuerstrafverfahren eingeleitet. Der Tabak wurde sichergestellt. Die Käse- und Fleischwaren wurden ebenfalls sichergestellt, da die Einfuhr dieser Lebensmittel nicht erlaubt ist.
Nach der Mitteilung, dass gegen ihn ein Steuerstrafverfahren eingeleitet wurde, brach der Mann mit einem Kreislaufkollaps zusammen. Der verständigte Notarzt entließ die Person nach der Untersuchung, da diese eine weitere Behandlung im Krankenhaus ablehnte.
Das Washingtoner Artenschutzübereinkommen (WA) dient dem Schutz von Tier- und Pflanzenarten, die von der Ausrottung bedroht sind oder deren Erhaltung gefährdet ist. 175 Staaten sind dem Übereinkommen bislang beigetreten. Rund 5.000 Tier- und etwa 25.000 Pflanzenarten stehen inzwischen unter Schutz.
Exemplare, aber auch Teile und daraus hergestellte Erzeugnisse dieser geschützten Arten dürfen in der Regel nur mit einer Ausfuhrgenehmigung des Ausfuhrstaates und einer Einfuhrgenehmigung (CITES-Dokumente) ein- und ausgeführt werden.(