Lokalmatadoren schnitten gut ab

Waren für Langenhagen erfolgreich: Hans-Peter Damitz (von links), Birgit Komoll und Reinhard Krüger.

Spitzenleistungen beim ersten Gehertag des LAC Langenhagen

Nach der Deutschen Seniorenmeisterschaft der Leichtathleten Ende Februar in Erfurt, von der die Geher des LAC Langenhagen, Birgit Komoll und Hans-Peter Damitz, jeweils eine Bronzemedaille mitbrachten, kam der Wettkampfbetrieb wegen der Coronapandemie völlig zum Erliegen. Nun organisierte der LAC Langenhagen einen Gehertag im kleinen Rahmen unter Einhaltung der bestehenden Hygienebestimmungen. Ausgeschrieben war ein Stundengehen auf der Bahn mit offizieller 5000 Meter Zwischenzeit und am nächsten Tag ein 3000 Meter Bahngehen. Neben den Langenhagener Gehern Roswitha Ebel, Birgit Komoll, Martin Krüger, Reinhard Krüger, Hans-Peter Damitz (alle LAC) und Rolaff Maschuff und Karlheinz Teufert (beide SV Langenhagen) reisten Seniorengeherinnen und Geher von weither an, um sich endlich wieder im Wettkampf zu messen. Die sommerliche Hitze hatte zum Glück nachgelassen, nur der böige Wind störte. Von den Frauen schaffte Annecke Heuer (Klasse W 45) aus Winsen in der Stunde mit 9120 Metern die längste Strecke. Sie startete bis vor einigen Jahren für Langenhagen und wechselte dann zum PSV Berlin. Platz zwei ging mit 8383 Metern an Roswitha Ebel (W 55) vom Veranstalter LAC, mit 8085 m gefolgt von ihrer Vereinskollegin und sportlichen Leiterin Birgit Komoll (W 60). Deren Konkurrentin von der Deutschen Meisterschaft, Cora Kruse aus Magdeburg, genügten 5000 m, die sie in 34:05,60 Minuten zurücklegte. Die meisten Meter in der Stunde bei den Männern schaffte Patrick Seck (M 50) aus Berlin mit 9898 Metern, gefolgt von Dick Gnauck (M 55) vom ASV Erfurt mit 9015 Metern. Von den Verfolgern sicherte sich am Ende Reinhard Krüger (M60) vom LAC Langenhagen Platz Zwei mit seinen erreichten 8903 Metern.
Die Möglichkeit einer offiziellen 5000 Meter Zwischenzeit nutzte der für den SV Langenhagen startende Karlheinz Teufert, um zu versuchen, den Deutschen Seniorenrekord im Bahngehen über diese Distanz in der Klasse ab 90 Jahre sozusagen vor seiner Haustür zu unterbieten. Mit seiner Zeit von 40:48,10 Minuten unterbot der betagte Seniorenleichtathlet tatsächlich die alte Bestmarke. Und schon zwei Tage später kam die offizielle Anerkennung seiner Leistung als neuer Deutscher Rekord. Wer gedacht hatte, dass diese ganz besondere Leistung den Schlusspunkt der langen Erfolgsserie Teuferts bilden sollte, hatte nicht mit dem noch immer vorhandenen sportlichen Ehrgeiz des Seniors gerechnet. Noch vor Ort erkundigte er sich nach Startmöglichkeiten über Distanzen bis zehn Kilometer.
Am nächsten Tag wagten die meisten Teilnehmer einen weiteren Start, andere kamen neu hinzu. Diesmal ging es über die Kurzstrecke von 3000 Meter. Hier holte sich die für Eintracht Hildesheim startende Litauerin Sigute Brönnecke (Klasse W 55) in überlegener Manier und mit einer Superzeit von 15:43,71 Minuten den Gesamtsieg. Bei dieser Topleistung musste sich Roswitha Ebel (ebenfalls Klasse W 55) deutlich dahinter in 19:54:01 mit Platz 2 begnügen. Für Birgit Komoll kam nach Platz 3 vom Vortag über 3000 m ein weiterer Bronzeplatz hinzu (20:41,71).
Der LAC möchte auch im kommenden Jahr wieder den Gehertag organisieren und hofft natürlich, dass bis dahin die Corona bedingten Einschränkungen deutlich gelockert werden.
Dann besteht die Möglichkeit, diese interessante sportliche Veranstaltung mit mehr Athletinnen, Athleten und vor allem unter zahlreicher Zuschauerbeteiligung durchzuführen.