Lust auf mehr von den Graffiti in der Sporthalle Langenhagen?

In der neuen Halle sind Sport und Kunst zusammengeführt worden.

Film beleuchtet die besonderen Kunstwerke in Langenhagens neuer Sportstätte

Langenhagen. Lust auf mehr von den Graffiti in der Sporthalle Langenhagen? Kein Problem! Alle Kunstwerke in der neuen Sportstätte an der Konrad-Adenauer-Straße sind in einem etwa achtminütigen Film zu sehen. Er ist ab sofort auf der Themenseite www.langenhagen.de/sporthalle auf der städtischen Internetseite abrufbar.
„Mein Auftrag in der Sporthalle war es, Kunstwerke auf verschiedenen Ebenen entstehen zu lassen“, sagt der Diplom-Künstler und Journalist Philipp von Zitzewitz. Bei der Motivauswahl sei er sehr schnell auf Sportgeräte gekommen. Diese habe er so umgesetzt, dass sie etwa die Flure größer wirken lassen. „Dadurch sind wir in so eine Illusionsmalerei gegangen.“
„Ich fand es sehr spannend, die Bereiche Sport und Kunst zusammenzubringen“, sagt Carsten Hettwer, erster Stadtrat und Stadtbaurat Langenhagens. „Wir haben Graffiti oft in Außenbereichen genutzt etwa am Jugend- und Skaterplatz Wiesenau, und damit sehr gute Erfahrungen gemacht.“ Innerhalb von städtischen Gebäuden gäbe es sie bislang eher in Räumen für Kinder und Jugendliche. „Mit der Sporthalle haben wir nun gezeigt, dass Graffiti auch anderenorts eine attraktive Wandgestaltung sein können.“
„Der Zuspruch, den wir für die Graffiti-Ausschnitte im Eröffnungsfilm erhalten haben, war groß“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. Die Vorfreude vieler werde sicherlich noch größer, wenn sie den neuen Film gesehen haben. „Ich bin zuversichtlich, dass wir einen Weg finden, Interessierte in die Sporthalle Langenhagen einzuladen, wenn die Corona-Pandemie vorbei ist und die Verhaltensauflagen nicht mehr nötig sind.“
Das Gymnasium Langenhangen plant, demnächst einmal wöchentlich mit Sportunterricht in der Sporthalle zu starten. Die IGS Langenhagen hat schon begonnen, und Mannschaften verschiedener Vereine folgen.
In die Erstellung der Graffiti und beider Filme hat die Stadt einen mittleren fünfstelligen Betrag investiert. Die Zusatzleistungen wurden vollständig aus dem Gesamtbudget der Sporthalle Langenhagen finanziert.
Für Kunst verschiedener Art in öffentlichen Räume setzt sich übrigens auch die Bundesregierung ein. „Die ‚Kunst am Bau‘-Richtlinie verpflichtet den Bund als Bauherr einen bestimmten Anteil der Baukosten – meist ein bis zwei Prozent – für Kunstwerke zu verwenden, soweit Zweck und Bedeutung einer Baumaßnahme es rechtfertigen. In der Bundesregierung geht diese Verpflichtung zurück auf einen Beschluss des Bundes vom 25. Januar 1950“ (vergleiche Wissenschaftliche Dienste Nr. 59/10 vom 6. September 2010: „Aktueller Begriff Kunst am Bau“).