MAJA bleibt beim Verein

Rot-Grün ändert bewährte Strukturen nicht

Langenhagen (ok). Der Tagesordnungspunkt beschäftigte sich mit der mobilen aufsuchenden Jugendarbeit – kurz MAJA – und im Rat der Stadt herrschte seltene Einmütigkeit, was die gute Arbeit der beiden Sozialarbeiter Ramona Schirmer und Alexander Pufal angeht. Seit 2007 gibt es dieses Projekt der offenen Jugendarbeit in Langenhagen, nun soll es zu einer dauerhaften Lösung. Die Frage ist nur: Wo wird MAJA in Zukunft aufgehängt sein. Für Rot-Grün keine Frage, an Bewährtem solle man festhalten, deshalb bleibe es beim Verein für Sozialarbeit. Das sehen die Oppositionsparteien allerdings anders, der Fachdienst Kinder und Jugend könne die Kontrollfunktion besser ausüben.. Die ULG spricht dem Vorstand sogar die Kompetenz ab. Eine Äußerung, die die rot-grünen Ratsmitglieder auf die Palme brachte. Mike Scheer (SVG) drehte den Spieß allerdings um und sagte, dass Rot-Grün dem Fachdienst die Aufgabe nicht zutraue und verschiedene Projekte einfach in eine Schublade stecke. Landespolitiker Marco Brunotte (SPD) klärte auf, machte klar, dass die Fach- und Rechtsaufsicht für so genannte Drittträger beim Landesamt für Soziales liege. Da das Subsidiaritätsprinzip gelte, seien die bei der Vergabe übrigens zu bevorzugen. Mit 26:16 stimmte der Rat der Stadt Langenhagen, dafür alles beim Alten und damit beim Verein für Sozialarbeit zu lassen, jetzt allerdings dauerhaft.