"MAJA ist wichtiges Angebot"

CDU-Bürgermeisterkandidat Mirko Heuer (rechts) tauscht sich mit Daniela Boese und Alexander Pischel aus.

Mirko Heuer im Gespräch mit Jugendarbeitern

Langenhagen. Im Haus der Jugend traf sich Bürgermeisterkandidat Mirko Heuer jetzt zu einem Gedankenaustausch mit den Jugendarbeitern von MAJA (mobile aufsuchende Jugend-Arbeit), Daniela Boese und Alexander Pischel. Die beiden Mitarbeiter des Vereins für Sozialarbeit sind seit dem 1. Juli vergangenen Jahres als mobile, aufsuchende Jugendarbeiter in Langenhagen unterwegs und haben sich bereits bestens eingelebt. Dazu hat auch die gute Dokumentation des Projekts durch ihre Vorgänger beigetragen. Mirko Heuer, selbst Mitglied im Jugendhilfeausschuss, kennt das Projekt schon, seitdem es 2007 aus der Taufe gehoben wurde: „Nach anfänglichen Startschwierigkeiten hat sich MAJA zu einem festen Bestandteil der Jugendarbeit in Langenhagen entwickelt. Ich bin froh, dass es inzwischen eine gute Vernetzung des Projekts mit der städtischen Jugendpflege, Schulen, Vereinen und auch der Polizei gibt.“ Neben "alten Bekannten" wie Spielmobil und Mitternachtssport haben Boese und Pischel auch neue Wege eingeschlagen. So zogen sie im letzten Jahr mit dem MAJA-Sofa durch Langenhagen, um sich bekannt zu machen und mit den Sofa-Gästen ins Gespräch zu kommen. Eine Menge Erkenntnisse sind so zusammen gekommen, die jetzt in konkrete Projekte münden. Interessant war für Mirko Heuer die Information, dass die Jugendlichen vornehmlich Angebote im örtlichen Einzugsbereich nutzen und sich sehr mit ihren Ortsteilen identifizieren. Demnach ist es eher unwahrscheinlich, dass Jugendliche zum Beispiel aus Engelbostel 40 Minuten und mehr für eine Fahrt zum IKEP in Kaltenweide auf sich nehmen: „Somit ist auch dieser Spielplatz, außer bei Sonderveranstaltungen, ein regional begrenztes Angebot. Das sollten wir bei zukünftigen Planungen im Auge behalten.“ Auf Heuers Frage, was Boese und Pischel für die Langenhagener Jungendlichen umsetzen würden, wenn sie einen Wunsch frei hätten, kam die Antwort prompt: „Ein neues Schwimmbad, denn das wurde bei unserer Sofa-Tour am häufigsten genannt.“ Neben weiteren Informationen über Hallenzeiten für Fußballspiele, Sonnabendaktionen wie Bowling oder Eislaufen und Schul-AGs in der Robert-Koch-Realschule und der Brinker Schule ging es auch um eine mögliche Kooperation mit dem gemeinnützigen Verein Abenteuerland Langenhagen. Mirko Heuer ist Vorsitzender dieses Vereins, der es sich seit 2010 zur Aufgabe gemacht hat, einen Abenteuerspielplatz am Silbersee aufzubauen. „MAJA hat uns angeboten, mit dem Spielmobil im Sommer eine Woche auf unserem Platz Halt zu machen. Darüber hinaus ist wohl auch noch ein Schulprojekt mit der IGS vorstellbar“, freut sich Mirko Heuer. „Natürlich nehmen wir das Angebot an, so können wir unseren Platz bekannter machen und unser eigenes Programm weiter ausbauen.“ Die nächsten Schritte besprechen Boese und Pischel jetzt mit Lothar Paetz, der ehrenamtlich im Abenteuerland die pädagogische Betreuung übernimmt. Zwei Themen nahm Mirko Heuer aus dem Gespräch noch mit: „Zum einen muss eine Lösung für die unzuverlässige Flutlichtanlage am IKEP her und zum anderen müssen wir uns Gedanken über einen Ersatz für das MAJA-'Einsatzfahrzeug' machen. Es hat inzwischen 30 Jahre auf dem Buckel und ist so langsam abgängig. Ohne Fahrzeug ist mobile Jugendarbeit in Langenhagen aber nur schwer möglich.“