Manja wird Patin der Herzen

Manja ist schon als Kindergartenkind gern zum Engelbosteler Taufbecken gegangen. Foto: Rainer Müller-Jödicke 

Grundschülerin meldet ihre Mutter zur Taufe an

Engelbostel-Schulenburg. „Pastor, endlich habe ich meine Mama so weit, du kannst sie jetzt taufen“, sprach Manja Bödecker ihren Engelbosteler Pastor vor einigen Monaten an. Rainer Müller-Jödicke kennt die Zehnjährige schon aus dem Kindergarten, weil sie schon damals mit Begeisterung an den wöchentlichen Andachten teilgenommen hat – und seitdem mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester regelmäßig die Familiengottesdienste besucht. „Ich bin in Ostdeutschland aufgewachsen und erlebe jetzt hier mit meiner Familie, dass Kirche und Glaube zu unserem Leben dazugehört“, pflichtet Michaela Bödecker ihrer Tochter bei.
„Wenn der Pastor zu den Vorbereitungsgesprächen zu meiner Mutter kommen wollte, habe ich immer kräftig mit ihr geübt und ihr vorher alles über Gott erzählt, was ich weiß“, sprudelt es aus dem Mädchen heraus. Manja habe in der dritten Klasse viel aus dem Religionsunterricht, den der Pastor erteilt, mitgenommen und parallel zur vierten auch am KU4 teilgenommen, dem Konfirmandenunterricht der Gemeinde. „Sogar die Handwerker, die kürzlich unsere neue Küche eingebaut haben, hat sie ins Gespräch einbezogen“, schmunzelt ihre Mutter.
Am Sontag, 11. August wird sich Bödecker nun in der Martinskirche taufen lassen. Manja wird dabei an ihrer Seite stehen. „Da ich noch nicht konfirmiert bin, kann ich ja noch nicht richtig Patin sein“, bedauert die Grundschülerin, die nach den Sommerferien in die fünfte Klasse kommt. „Aber Patin der Herzen bist du auf jeden Fall“, freut sich Müller-Jödicke.