Markthalle soll Glasfront bekommen

Die Vision zum neuen Erscheinungsbild der Markthalle zeigt auf der Südseite viel Platz für Außengastronomie.

Investoren stecken Millionen in den Umbau

Langenhagen (gg). „So wie sie ist, ist die Markthalle dem Tod geweiht.“ Mit diesen Worten beschreibt Architekt Wilfried Feise (Hildesheim) den Zustand der Markthalle und die Dimension seiner Aufgabe, denn Investoren haben ihn damit beauftragt, eine sogenannte Vitalisierung zu planen - das ECHO berichtete bereits in der Ausgabe vom 22. April, Seite 1. Nach innen gerichtet sei die Architektur der Markthalle, die Anfang der 90er Jahre gebaut wurde. Wie in einem Schmelztiegel befinde sich das gastronomische Angebot derzeit. „Da sind noch Stammkunden, doch so ist das gesamte Erscheinungsbild des Gebäudes nicht mehr zeitgemäß“, erläutert der Architekt, der einen großen Sanierungsstau in Bezug auf die Gebäudetechnik sieht. Lüftungsanlagen, Rohrleitungen, Wärmedämmung, Heizungstechnik und Hitzeschutz seien zu erneuern. „Das Gebäude erhält Falttüren zum Öffnen, um den Zugang zu verbessern – passend zu dem Plan der Stadtverwaltung, langfristig den Platz zwischen Markthalle und Stadtbahnhof neu zu gestalten“, führt Wilfried Feise aus. „Das ist genau das, was sich die Stadtverwaltung wünscht“, ergänzt Stadtbaurat Carsten Hettwer mit Verweis auf bestehende Nutzungsverträge, die an die Markthalle seitens der Stadtverwaltung geknüpft sind. Mehrere Millionen stecken die Investoren in die Modernisierung - ein deutlich höherer Betrag als der Kaufpreis, der bei rund 2,5 Millionen gelegen haben dürfte. In der oberen Etage sollen drei Arztpraxen entstehen.
„Es soll zügig losgehen, vielleicht schon im kommenden August“, erklärt Wilfried Feise und stellt einen ersten Entwurf für die Südseite vor, die eine große Glasfront bekommen soll. Der Markthallen-Betrieb soll während der Bauphase durchgängig laufen, nur Bereiche werden gesperrt. Mit der Vermietung und Verwaltung der Markthalle wurde die „Alpha-Immobilien Service GmbH“ aus Hildesheim beauftragt. Bernd Ebeling ist geschäftsführender Gesellschafter und hält zu den Markthallen-Mietern engen Kontakt, um Ergänzungsvereinbarungen zu den laufenden Verträgen zu schließen. Er betont: „Tradition und Flair der Markthalle sollen erhalten bleiben, daher setzen wir auf die Gastronomie, die hier seit Jahren zu finden ist. Aber wir hoffen natürlich auch, dass jeder Betreiber für sich in seine Ausstattung investiert.“