Marvin Cybulski ist „unser“ Star

Markante Stimme und wuchtiger Gitarrensound: Marvin Cybulski. Foto: RTL / Stefan Gregorowius

Langenhagener beendet die DSDS-Staffel auf Rang neun

Langenhagen (bo). Zickenkrieg, Starallüren und wilde Tanzeinlagen. All dies ist Alltag im Showgeschäft und ist natürlich auch bei „Deutschland sucht den Superstar“ an der Tagesordnung. Der Langenhagener Marvin Cybulski, im richtigen Leben Maler und Lackierer, hat es von ursprünglich mehr als 30.000 Teilnehmern bis auf den neunten Rang der Castingshow geschafft. Ihm sind derlei Dinge fremd, vielmehr gibt er sich auch nach dem Ausscheiden am vergangenen Sonnabend bodenständig und bestimmt: „Ich werde meinen Weg weitergehen“, ist er überzeugt.
Ein Langenhagener auf der großen TV-Bühne zur Hauptsendezeit des größten deutschen Privatsenders? Grund genug, sich einmal genauer anzuschauen, wer dieser eigentlich eher unscheinbare Marvin-Steven Cybulski eigentlich ist. Auf seiner privaten Facebook-Seite erfährt man, dass Cybulski in Hannover zur Schule gegangen und mit Violetta Cybulski verheiratet ist. Den Nachnamen hat er bei der Hochzeit von ihr übernommen. Mit dieser, seiner zweiten Ehefrau, lebt der dreifache Vater in der Nähe des Reuterdamms in Langenhagen. Zu seinem ersten Kind, der achtjährigen Darlyn hat er keinen Kontakt mehr, was er nach eigener Aussage sehr bedauert. Zu seinen größten Hobbys gehört neben der Musik das Dartspielen, er spielte zwischenzeitlich sogar in der Bezirksliga, der zweithöchsten Spielklasse. Außerdem ist er ein großer Fan von Hannover 96. Als Arbeitsplatz gibt Cybulski auf Facebook an, für eine Zeitarbeitsfirma in Hannover zu arbeiten, was jedoch mittlerweile nicht mehr der Fall sein wird, da es die besagte Zeitarbeitsfirma nach Recherchen der Langenhagener ECHO nicht mehr gibt. Marvin Cybulski hätte wohl ohnehin in den vergangenen Wochen keine Zeit mehr für seinen „Alltagsberuf“ gehabt, konnte er doch im Rahmen von „Deutschland sucht den Superstar“ an seinem größten Hobbie arbeiten: der Musik.
Den britischen Sänger Chris Norman, einstmals Frontmann der Band „Smokie“, gibt er als sein großes Vorbild an – hört man sich die Stimme Cybulskis an, erkennt man die stimmlichen Parallelen zwischen ihm und seinem Idol. Aber auch die umstrittene Band „Böhse Onkelz“, Nino de Angelo und Elvis Presley gehören zu seinen musikalischen Favoriten.
Mit dem Lied „Midnight Lady“ von Chris Norman sorgte Cybulski, der bereits seit seinem achten Lebensjahr singt, dafür, dass er in Erinnerung bleiben wird. „Ich fand die Version tierisch geil, die du jetzt hier gebracht hast, die hab ich noch nie so gehört“, urteilte Jurymitglied Patrick Nuo. Auch am vergangenen Wochenende, als er Klaus Lages Klassiker „1.001 Nacht“ auf die Bühne brachte, zeigte er seine markante Stimme, ein wuchtiges Gitarrenspiel und viel Taktgefühl. Ein Taktgefühl, das er – metaphorisch betrachtet – auch den anderen Kandidaten gegenüber zeigte. „Ich hab die anderen fast alle ins Herz geschlossen. Ich wäre gerne noch eine Runde weitergekommen. Dass ich nicht der Sieger werde, war mir aber klar“, so Cybulski. Bodenständig gibt er sich und dennoch sagt er, dass er weiterhin Musik machen möchte: „Ich hoffe, dass die Tür sich für mich öffnet und dementsprechend noch etwas passiert.“ Auch, wenn für Marvin Cybulski der DSDS-Vorhang erst einmal gefallen ist, möchte er nicht wieder in der Versenkung verschwinden und hofft nun auf einen Plattenvertrag.