Mehr als 1.000 Stimmen sind ausgewertet

Umfrage „Wie und wo informieren sich die Bürgerinnen und Bürger in Langenhagen?“

Langenhagen. In einer groß angelegten Umfrage hatten Langenhagenerinnen und Langenhagener die Möglichkeit, der Stadtverwaltung anonym mitzuteilen, wie und wo sie sich informieren. In der Zeit vom 1. Februar bis 30. April haben insgesamt 1.008 Personen diese Chance genutzt und sich beteiligt. Aus den Ergebnissen erarbeitet die Stadtverwaltung im folgenden Schritt Lösungen, um die eigenen Kommunikationswege zu verbessern. Die große Zahl Teilnehmender und auch die vielen positiven Rückmeldungen haben gezeigt, dass die Menschen in Langenhagen gehört werden wollen und dass die Umfrage als Kommunikationsinstrument Anklang findet.
„Die Idee dieser Umfrage ist im Integrationsbereich entstanden. Wir wollten erfahren, welche Kommunikationswege Menschen bevorzugen, die die deutsche Sprache erst lernen. Schnell wurde uns allerdings klar, dass eine barrierefreie Kommunikation für alle Bürgerinnen und Bürger in Langenhagen wichtig ist. So ist die Kooperation mit der Inklusionsbeauftragten Sabine Hettinger und eine Umfrage für alle Einwohnerinnen und Einwohner entstanden“, erläutert Integrationsbeauftragte Justyna Scharlé.
„Wir haben die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien ausgewertet. So konnten wir beispielsweise feststellen, welche Personengruppen wir über das direkte Anschreiben in Papierform deutlich besser erreichen konnten, als über die herkömmlichen Kommunikationskanäle, wie die Homepage, E-Mail-Verteiler, soziale Medien und die Presse“, erklärt Alexandra Wentzel aus dem Integrationsbüro das Auswertungsprocedere.
„Die Umfrage hat uns darin bestätigt, dass wir als Verwaltung mit vielen Themen auf dem richtigen Weg sind. Dank des Feedbacks können wir die Priorisierung einiger Projekte besser an die Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger anpassen. Dazu gehört unter anderem die Erweiterung der Suchfunktion auf unserer Internetseite“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer.
„Ähnlich ist es mit den wichtigen Impulsen zur Weiterentwicklung des städtischen Veranstaltungskalenders. Im Kulturnetzwerk wurde erst kürzlich über die Optimierungsmöglichkeiten des Kalenders diskutiert. Die Rückmeldungen aus der Umfrage haben unsere Überlegungen bekräftigt, daher werden wir die Umsetzung forcieren“, ergänzt Stadträtin Eva Bender.
„Als Integrationsbeauftragte freue ich mich sehr, dass wir so viele wichtige Rückmeldungen von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte erhalten haben. Wir werden an Mindeststandards für Mehrsprachigkeit arbeiten, um dieser Zielgruppe die Erstorientierung in unserer Stadt zu erleichtern“, gibt Scharlé einen ersten Ausblick.
„Weiterhin werden wir einen neuen Flyer „Langenhagen berät“ bis Ende des Jahres erstellen. Dieser wird sowohl online als auch in Papierform auf Deutsch und weiteren Sprachen zur Verfügung stehen und eine bessere Übersicht über die Beratungslandschaft in Langenhagen geben“, so Bender über erste Umsetzungsideen.
„Gute und barrierefreie Kommunikationswege sind für uns als Stadtverwaltung sehr wichtig. Daher freuen wir uns über die zahlreichen Hinweise, die wir zu diesem Thema bekommen haben. Wir wollen auf jeden Fall weiterhin im Dialog bleiben und verschiedene Zielgruppen aktiv über diverse Beteiligungsformate erreichen. Aktuell führen wir zum Beispiel eine Umfrage zum Thema „Schulschwimmen“ durch unseren Bildungsmanager durch. Außerdem ist es uns wichtig durch verschiedene Beteiligungsformate zu erfahren, was die Bedürfnisse der Menschen sind. Hier haben wir mit der Veranstaltung zur Schulkinderbetreuung in Kaltenweide gute Erfahrungen gemacht und wollen das Format wiederholen. Zum Herbst werden wir dann voraussichtlich Seniorinnen und Senioren mit einer Umfrage beteiligen“, fasst Heuer zusammen.
Die genauen Ergebnisse der Umfrage können Interessierte unter www.langenhagen.de/umfrage-ergebnisse oder in Papierform im Rathaus/Eingangsbereich einsehen.