Mehr als 230 Jahre

Zum Artikel "CDU kämpft für den Grüngut-Sonnabend" erreichte uns folgender Leserbrief: "Wann begreift denn unser Bürgermeister mit seiner Ratsfraktion endlich, dass wir Bürger und 'Noch-Steuerzahler' von montags bis freitags berufstätig sind? Hat die Verwaltung als Dienstleister immer noch nicht erkannt, dass wir ihre Kunden sind? Bei uns in Langenforth kenne ich viele ältere Bürger, die nicht mehr in der Lage sind, selbst ihr Grüngut abzufahren, und auf die Hilfe ihrer Kinder angewiesen sind, die unter der Woche berufstätig sind. In der freien Wirtschaft finden vor Schließungen, erst einmal Bedarfsanalysen statt. Müssen wir 'unbequemen Bürger' nun bis zur Kommunalwahl im September warten und hoffen, dass die CDU die Mehrheit im Rat erlangt und somit die Öffnungszeiten im Betriebshof vom 1. April bis Ende November wieder als Bürgerservice vorhält? Schade, dass wir in Langenforth und der Kernstadt keinen eigenen Ortsrat haben. Wenn ich in der Presse lese, dass das Ratsmitglied Helwig ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn die 6.500 Euro nicht eingespart werden, frage ich mich wirklich – Herr Helwig, wo war Ihr schlechtes Gewissen, als Sie über die Bürgschaft für das Eisstadion abgestimmt haben? Für 1,5 Millionen Euro könnten Sie uns den Sonnabendsservice des zentralen Betriebshofes mehr als 230 Jahre lang vorhalten. Ich hoffe auf die Einsicht unserer Volksvertreter im Langenhagener Rat und appelliere an Sie, halten Sie uns bitte den Service wieder vor!

Horst-Dieter Soltau, Langenhagen