Mehr Platz fürs Rad

Eine Grüne-Aktion zur kommunalen Verkehrspolitik

Langenhagen. Die Ausgangsbedingungen für den Radverkehr in Langenhagen sind eigentlich hervorragend: Kaum Höhenunterschiede, in der Kernstadt benötigt man nur 15 Minuten im Durchmesser, maximal 20 Minuten aus den Ortschaften bis in die Stadtmitte. Warum wird dann in Langenhagen nicht viel mehr mit dem Rad gefahren?
Viele Radfahrer fühlten sich auf Langenhagens Straßen nicht sicher genug, hat der ADFC erst kürzlich plakativ dargestellt. Es fehle vor allem am Platz für den Radverkehr als vollwertige Alternative für die innerstädtische Mobilität. Benötigt würden durchgängig sichere, attraktive und zügig befahrbare Velorouten von den Ortschaften ins Zentrum und ein gut ausgebautes Netz innerhalb der Kernstadt. Aktuell sieien Radwege oft zu schmal und in schlechtem Zustand, Wegeführungen eien unübersichtlich und Querungen sind voller Hindernisse und teilweise gefährlich. Eine Übersicht vieler Mängel – bestimmt nicht vollständig – haben die Grünen erstellt.
„Radfahren ist gesund und leise, zugleich auch Klimaschutz,“ fasst es der Grüne Fraktionsvorsitzende Dirk Musfeldt zusammen. „Eine zukunftsorientierte Radverkehrspolitik ist dringend notwendig,“ macht Musfeldt deutlich.
Die Grünen wollen in einer Aktion auf den Radverkehr und seine Anforderungen in Langenhagen aufmerksam machen und am Sonnabend, 26. Juni, gezielt an mehr als 30 Stellen in Langenhagen mit Straßenmarkierungen exemplarisch den Bedarf "Mehr Platz fürs Rad" aufzeigen. Öffentlichkeitswirksam wird eine Grüne Gruppe ab 15 Uhr vom Jugendtreff Schulenburg durch Godshorn, Am Pferdemarkt und die Walsroder Straße zum Rathaus Langenhagen radeln und dort gegen 16:45 Uhr ihre Forderungen abgeben: „Wir brauchen 'Mehr Platz fürs Rad! Jetzt!'"