Mehr Schutz für Feuerwehrleute?

Studien deuten auf erhöhtes Krebsrisiko hin

Langenhagen. "Welche Krebsrisiken gibt es für Berufsfeuerwehrleute und Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren?" Mit dieser Anfrage wendete sich der feuerwehrpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion Rainer Fredermann an die Landesregierung. Aufgrund von internationalen Studien, die ein erhöhtes Krebsrisiko ausweisen, hatte der Abgeordnete die Landesregierung um eine Einschätzung aus niedersächsischer Sicht gebeten und erhielt die Antwort: "Es besteht kein Zweifel daran, dass Feuerwehrleute im Einsatz einer Vielzahl von krebserzeugen- den Stoffen ausgesetzt sind. Beispielsweise können hier die einsatzbedingte Exposition gegenüber Asbestfasern oder die Exposition gegenüber Dieselmotoremissionen genannt werden. Weiterhin steht Schichtarbeit mit Störung des zirkadianen Schlaf-Wach-Rhythmus im Verdacht, Krebserkrankungen auszulösen. Aufgrund der Heterogenität und auch der Komplexität des Einsatzgeschehens in den Freiwilligen Feuerwehren und den Berufsfeuerwehren, aber auch mit Blick auf die unter- schiedlichen Einsatzhäufigkeiten und Einsatzzeiten, ist eine abschließende Aufzählung oder eine Schätzung von Krebsrisiken naturgemäß kaum möglich..."
"Leider bleibt die recht ausführliche Antwort der Landesregierung sehr vage und läßt echtes Engagement vermissen", meint Rainer Fredermann und will gemeinsam mit Vertretern der Feuerwehr geeignete Schritte zum besseren Schutz der Einsatzkräfte prüfen.