Mehrere Autos in der Garage brannten

Die Einsatzkräfte leisteten schnell Erste Hilfe.

Gelungene Feuerwehrübung bei Expert in Godshorn

Godshorn. Gegen 18.50 Uhr am Freitagabend löste die Brandmeldeanlage der Firma Expert aus. Mitarbeiter der an der Bayernstraße gelegenen Firma stellten eine Verrauchung der Tiefgarage fest und informierten die Regionsleitstelle über die Situation. Um 18.54 Uhr wurden die Ortsfeuerwehren Godshorn und Schulenburg, das Betriebspersonal des Einsatzleitwagen der Stadtfeuerwehr und die Schnell-Einsatz-Gruppe der Johanniter Langenhagen mit dem Stichwort "Meldereinlauf, Tiefgarage" alarmiert.
Einsatzleiter Thorsten Kafurke konnte bei seiner Erkundung eine etwa 20 mal 40 Meter große Tiefgarage stark verqualmt vorfinden. Ein Mitarbeiter der Firma berichtete, dass vermutlich mehrere Autos in der Garage brennen sollten. Vielen Mitarbeitern sei die Flucht durch den dichten Brandrauch nicht mehr möglch gewesen und sie würden vermisst.
Kafurke setzte umgehend den Angriffstrupp des inzwischen eingetroffenen Löschgruppenfahrzeugs zur Brandbekämpfung ein. Während dessen richteten die 14 angerückten Helfer der Johanniter einen Verletztenablageplatz ein. Etwa 15 Minuten nach Alarmierung konnte ein weiterer Atemschutztrupp den ersten Verletzten finden und retten. Einsatzleiter Kafurke konzentrierte die Maßnahmen in insgesamt vier Einsatzabschnitten: Atemschutzeinsatz, Logistik, Kommunikation und Behandlungsplatz.
Im Minutentakt konnten weitere Verletzte den ehrenamtlichen Rettungshelfern zur Versorgung übergeben werden. Letztendich wurden acht Verletzte gerettet. Zwei von ihnen waren Mitglieder der Ortsfeuerwehr Langenhagen, die im Vorfeld mit Verbrennungen und Frakturen realistisch geschminkt wurden. Während der gesamten Übung wurden acht Atemschutztrupps zur Menschenrettung und Brandbekämpfung eingesetzt. Mit zwei C-Rohren und einem Schaumrohr konnten schließlich die beiden in Vollbrand stehenden Wagen gelöscht werden.
Nach eineinhalb Stunden waren alle Übungsziele abgearbeitet und der Rückbau konnte eingeleitet werden. In der Summe gesehen kann der Übungsablauf als duchweg positiv betrachtet werden. Tiefgaragenbrände sind sehr speziell. Ein großer abgeschlossener Raum verqualmt innerhalb von wenigen Minuten. Darüberhinaus staut sich die nicht abfließende Wärme in der Garage an und führt zu hohen physischen Belastungen der eingesetzten Trupps. Die fehlende Orientierung erschwert die Maßnahmen zusätzlich.Die von Martin Erche-Opitz und Stephan Schmidt ausgearbeitete Übung beschäftigte insgesamt 60 Mitglieder und 16 Fahrzeuge.