"Meilenstein für Gymnasium und Bildungsinfrastruktur"

Gemeinsam richten Mirko Heuer (von links), Silke Kaune, Carsten Hettwer, Annegret Kufferath und Eva Bender den Grundstein für den Neubau des Gymnasiums Langenhagen aus.

Bei einem kleinen Festakt wurde der Grundstein für den Schulneubau gelegt

Langenhagen. Der Grundstein für den Neubau des Gymnasiums Langenhagen ist gelegt. Wenn auch vorerst in einem kleinen Mäuerchen im Bereich der künftigen Sporthalle. Er werde zu gegebener Zeit umziehen an eine gut sichtbare Stelle im Bereich des Haupteingangs, versprach Bürgermeister Mirko Heuer jetzt bei der Grundsteinlegung.
Gut 100 Menschen nahmen auf der Baustelle an der Theodor-Heuss-Straße an dem etwa halbstündigen Festakt teil. „Dieses ist ein Meilenstein für das Gymnasium und die Bildungsinfrastruktur Langenhagens“, sagte Bürgermeister Mirko Heuer mit Blick auf den besonderen Moment sowie die Bedeutung des Neubaus. „Es ist das größte und teuerste Projekt, das wir derzeit vorhaben.“ Die geplanten Baukosten belaufen sich im Oktober auf etwa 85 Millionen Euro. Diese Summe investiert Stadt in die Schule für knapp 1.800 Schülerinnen und Schüler sowie 120 Lehrkräfte. Bis zum Schuljahr 2022/23 soll der L-förmige Gebäudekomplex mit einer Grundfläche von etwa 17.000 Quadratmetern fertiggestellt sein.
Einen ersten Eindruck von den Ausmaßen des Neubaus erhielten die Gäste im Nachgang des offiziellen Teils. Am nordwestlichsten Punkt der Sporthalle starteten für die kleinen Gruppen die Rundgänge über die etwa 42.000 Quadratmeter große Baustelle und führten zunächst über den Bereich der etwa 15.000 Quadratmeter großen Freianlagen. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt angelegt. Das Besondere daran: Ein Teil davon entsteht gemäß der Entwürfe von „gernot schulz : architektur“ auf einer Dachterrasse, als deren Sockel unter anderem die Fachräume im Schulflügel dienen. „Wir werden etwas Tolles errichten für die Schülerinnen und Schüler“, kündigte Architektin Annegret Kufferath an. Zudem erwächst auf dem Erdgeschoss „der zukunftsweisende Holz-Beton-Hybridbau mit vier Klassenhäusern“. Die Grundmauern des ersten, westlichen sind bereits gut zu erkennen. Für das vierte, östlich gelegene ist die Sauberkeitsschicht für das Fundament gelegt; ein Großteil der Bewehrungseisen ist bereits eingebaut.
Entlang des etwa 200 Meter langen Schulflügels ging es weiter in Richtung Haupteingang. Durch ihn geht es künftig unter anderem zur Aula, dem Herzstück des neuen Schulgebäudes. „Ich freue mich sehr, auch persönlich“, sagte Silke Kaune, stellvertretende Leiterin des Gymnasiums mit Bezug auf das von den „Blechis“ mit Unterstützung von Big-Band-Mitgliedern vorgetragenen „Ode an die Freude“, dem vierten Satz der 9. Sinfonie von Ludwig von Beethoven. „Wir legen hier den Grundstein für eine zukunftsweisende Bildung in Langenhagen“, hob Kaune hervor.
In den Grundstein eingelassen ist eine Zeitkapsel aus Kupfer, in der sich unter anderem eine Eule befindet. Sie ist das Symbol des Gymnasiums Langenhagen und hütet fortan alle anderen Erinnerungsstücke in der Zeitkapsel: Briefe von Schülerinnen und Schülern, das Jahrgangsheft 2020, Münzen, eine Tageszeitung, Bauzeichnungen und noch mehr. Neben dem Vermächtnis diene der Brauch einem bestimmten Zweck, erläuterte Carsten Hettwer, erster Stadtrat Langenhagens: „Grundsteine im Fundament sollen Glück bringen und das Gebäude vor Unheil bewahren.“






Grundstein_Vorbereitung: Eva Bender (v. l.), Silke Kaune, Carsten Hettwer, Annegret Kufferath und Mirko Heuer bereiten sich mit Kellen voller Beton auf die Legung des Grundsteins mit einer Zeitkapsel vor.



Grundstein_ Justierung: Gemeinsam richten Mirko Heuer (v. l.), Silke Kaune, Carsten Hettwer, Annegret Kufferath und Eva Bender den Grundstein für den Neubau des Gymnasiums Langenhagen aus.