Menschlichkeit, Wärme und Ermutigung

Die Geflüchteten erzählten vielfältige Geschichten.

Geflüchtete erzählen ihre Geschichten in Godshorn

Godshorn. Warum verlassen Menschen ihre Heimat? Es gibt sicherlich viele Gründe, die sie dazu bringen. Ebenso vielfältig sind die Geschichten, warum sie geflohen sind, was sie erlebt haben und wie sie überlebt haben. Was bedeutet es, die eigene Wohnung, Arbeit, Familie und Heimat zu verlieren und aufzugeben? Das Netzwerk für Flüchtlinge in Godshorn möchte, dass diese Menschen ihre Geschichten erzählen. Im Rahmen des Begegnungscafés hatte die Kirchengemeinde Zum Guten Hirten jetzt Godshorner, Geflüchtete und Interessierte dazu in ihren Gemeindesaal eingeladen. Viele Menschen waren gekommen und füllten den Saal.
„Wir wollen den Flüchtlingen zuhören und ihrer Geschichte Gehör verschaffen – mit Menschlichkeit, Wärme und Ermutigung“, sagt Insa Becker-Wook, Leiterin des Netzwerkes für Flüchtlinge. Die Geflüchteten wurden gebeten, ihre ganz persönliche Geschichte zu erzählen, während Gesprächspartner*innen das Erzählte schriftlich dokumentierten. Viele waren nicht nur dazu bereit, sondern freuten sich auch, erzählen zu dürfen und gehört zu werden.
„Wir wollen die Geschichten weder bewerten, noch kritisieren oder schönreden. Wir wollen diese Geschichten hören, weil es Geschichten sind, die wir nicht kennen und die jenseits unseres Vorstellungsvermögens liegen“, sagt Birte Röver (Netzwerk für Flüchtlinge). Die Menschen sind in Deutschland, in Godshorn angekommen, einige fühlen sich bereits richtig wohl. Jasmin Saad erzählt: „ Hier in der Kirche ist mein liebster Ort. Hier bin ich gerne, hier habe ich viel gelernt und Menschen kennen gelernt.“ Andere von ihnen sind immer noch unterwegs – auf dem Weg von Terror, Armut, Verzweiflung in ein Leben in Sicherheit.