Merkurstab und Anker

Jugendstilmotive am Treppenhausvorbau der "Villa Elisabeth".

"Villa Elisabeth" – ein wahres Schmuckstück

Langenhagen. Das zweigeschossige, größtenteils verputzte Wohnhaus an der Robert-Koch-Straße 4 wurde zwischen 1908 und 1910 erbaut. Landwirt Heinrich Plinke aus Evershorst schenkte es seiner Tochter Marie Elisabeth Alma zur Hochzeit mit Diplom-Kaufmann Friedrich Buhmann, dem Begründer der Buhmann-Handelsschule Hannover. Im Volksmund wurde das Haus in Anlehnung an den Rufnahmen der Eigentümerin „Villa Elisabeth“ genannt. Das Grundstück stammte ursprünglich aus Familienbesitz, dem ehemals Behrens`schen Vollmeierhof. Marie Elisabeth Alma Buhmann, verstarb früh und das Haus wurde an den Hotelbesitzer und späteren Reichstagsabgeordneten Friedrich Wilhelm Nolte aus Hannover verkauft. Über Jahrzehnte bewohnte dessen Tochter mit Familie das Haus. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Villa zwischen 1945 und 1948 von der englischen Militärregierung beschlagnahmt. Die damaligen Bewohner mussten das Haus räumen. Nach mehrfachem Eigentümerwechsel ist das Wohnhaus heute im Besitz der Familie Bodenstein-Dresler. Sockel und Erkervorbau des Hauses sind aus Buntsandstein gemauert. Der Giebel trägt Schmuckornamente, Merkurstab und Anker dominieren. Beide Motive repräsentieren als Symbole den Handel und könnten auf den Beruf des ersten Besitzers Friedrich Buhmann hinweisen. Das Treppenhaus ist mit pflanzlichen Jugendstilmotiven dekoriert und steht ebenso wie die Außenfassade unter Denkmalschutz.