Mindestabstand von Kopf bis Fuß

Versteht sein Handwerk als Kunst: Tätowierer Christoph Becker.

Hygienestandards sind bei Tätowierern ohnehin schon hoch

Krähenwinkel (ok). Um es gleich vorweg zu sagen: Desinfektion werde in seiner Branche ohnehin ganz groß geschrieben. „Der Hygienestandard war bei mir schon immer hoch. Ich habe schon vor Corona Mundschutz getragen“, erzählt Christoph Becker – in der Szene besser als der 32er bekannt – im Gespräch mit dem ECHO. Jetzt trage eben auch der Kunde eine Maske, er Handschuhe, und alle desinfizierten sich vor der Behandlung natürlich gründlich. Christoph Becker: „Jeder überflüssige Körperkontakt bei der Begrüßung wird natürlich vermieden.“ Und er führt auch eine Liste, um mögliche Infektionsketten nachvollziehen zu können. Becker, der sein Handwerk als Kunst versteht und die Corona-Zeit für neue Inspirationen genutzt hat: „Wenn ich am Bein oder Fuß arbeite, wird sogar der Mindestabstand von 1,50 Meter zum Kopf eingehalten.“ Unsicherheit gebe es vor allen Dingen bei seinen vielen Stammkunden keine, er habe während der vergangenen beiden Monate viele Nachfragen gehabt. Aber er kann auch verstehen, wenn Interessierte im Moment jetzt erst einmal von einem Tattoo Abstand nehmen: Sei es, weil wegen der Corona-Krise das nötige Kleingeld fehle, aber auch wegen gesundheitlicher Bedenken trotz aller gebotenen Sterilität.“ Christoph Becker: „Sollte das Immunsystem, warum auch immer, geschwächt sein, ist das Stechen eines Tattoos eher suboptimal.“