Mirko Heuer sucht den "Geht-wenn-Weg"

Glückwunsche von seinen Parteifreunden Gabriele Spier und Rainer Fredermann (rechts): Mirko Heuer wirft seinen Hut als Bürgermeisterkandidat in den Ring.Foto: O. Krebs

Der Wahlkampf beginnt: Die CDU hat ihren Bürgermeisterkandidaten

Langenhagen (ok). Es läuft auf den erwarteten Zweikampf um das Bürgermeisteramt zwischen Amtsinhaber Friedhelm Fischer und Mirko Heuer hinaus. Die CDU Langenhagen hat den 47-Jährigen mit 54 Ja-Stimmen, zwei Nein-Stimmen und einer Enthaltung auf ihrer Mitgliederversammlung nominiert. Der Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Langenhagen kritisierte vor allen Dingen die Abläufe innerhalb der Verwaltung unter der Führung von Bürgermeister Friedhelm Fischer. Ein Miteinander von Verwaltung und Politik finde nicht statt, die Verwaltung werde oft zu Unrecht gescholten, so der IT-Fachmann, der bei einer Landesbehörde als "zentraler Changemanager" arbeitet. Mirko Heuer steht nach eigener Aussage für "Transparenz, Vertrauen, Verlässlichkeit und Ehrlichkeit", Verwaltungsmitarbeiter sollen wieder Spaß an ihrer Arbeit haben. In seiner Rede, die er mit dem Steve-Jobs-Zitat "Stay foolish, stay hungry" begann, machte der dreifache Familienvater, der in Langenhagen aufgewachsen ist und hier 1985 sein Abitur absolviert hat, deutlich, dass er "extrem neugierig" auf den Job sei und etwas ändern wolle. So oft höre er aus dem Rathaus Worte wie "geht nicht", wenn es um Innovationen geht. Heuer: "Geht nicht sind zwei Worte, die eine Tür zuschmeißen und auf Dauer jedes Engagement im Keim ersticken, wenn man sie nur oft genug gehört hat." Sein Motto lautet stattdessen "geht, wenn". Nichts sei unmöglich, wenn man mal abseits eingefahrener Wege gehe. Das "geht, wenn" lasse alle Türen offen, führe zu einem kreativen und erfolgreichen Miteinander und so zu produktiven Lösungen jenseits des "Schwarz-Weiß-Denkens". Mirko Heuer: "Ich möchte gemeinsam mit allen Ratsmitgliedern, mit der Verwaltung und mit den Bürgerinnen und Bürgern unserer Stadt den "Geht-wenn-Weg" gehen." Er wolle informieren, integrieren und moderieren, inspirieren, motivieren und neue Ideen entwickeln. Er wolle einen Kulturwandel "anzetteln" und an den Gitterstäben des öffentlichen Dienstes rütteln, die so oft die Kreativität einengten. "Ich sehe die Bürgerinnen und Bürger als Kunden, nicht als Bittsteller; die Frage sei nicht ob, sondern wie ihnen geholfen werde; Verwaltungsabläufe sollen schlank und effizient werden. Sein Job – ein Manager für Veränderungen, der immer dann einspringen muss, wenn Veränderungen in der Umsetzung problematisch werden – biete beste Voraussetzungen für die Position des Bürgermeisters. "Mit der Kombination aus Erfahrungen in der freien Wirtschaft sowohl in einem kleinen als auch in einem mittelständischen Unternehmen und im öffentlichen Dienst weiß ich sehr genau, wo die Knackpunkte zu suchen sind und warum der öffentliche Dienst in großen Teilen so tickt, wie er tickt", sagt Mirko Heuer. Vor allen Ehrenamtlichen ziehe er den Hut, so Heuer, der sich seit drei Jahren für den "Verein Abenteuerland" engagiert.
CDU-Fraktionschef Mirko Heuer, der mit vielen Anträgen in der Opposition nicht durchsetzen konnte – beispielhaft sei hier sein Steckenpferd der flächendeckenden Verteilung von LED-Leuchten in der Stadt genannt – weiß, dass er dicke Bretter bohren müsse, vieles gar nicht im Kompetenzbereich des Bürgermeisters liege, und er sich im Falle seiner Wahl natürlich gegen eine rot-grüne Mehrheit im Rat behaupten müsse. Für viele Dinge werde er sicher Jahre brauchen, um sie zu ändern, aber das sei kein Grund sie nicht anzupacken.