Mirko Heuer wirft Hut wieder in den Ring

Verwaltungschef gibt Kandidatur in Diskussionsrunde offizielle bekannt

Langenhagen (ok). Das offizielle Statement stand bislang noch aus, aber in einer Diskussionsrunde vor Schülern des Politik-Leistungskurses hat Bürgermeister Mirko Heuer Farbe bekannt. Er habe noch ein paar Punkte in seinem Wahlprogramm offen und wolle gern noch eine zweite Amtszeit als Bürgermeister absolvieren. Amtsmüdigkeit? Bei Heuer kein Thema nach sieben Jahren. Sicherlich sei ein Wechsel irgendwann nötig, aber er habe als Verwaltungschef noch eine Menge vor. Und aktuell steht der Verwaltungschef auch wegen der Corona-Pandemie vor großen Herausforderungen, wie auch in der Diskussionsrunde deultich wurde. Viele Gewerbetreibende hätten Einkommenseinbrüche zu verzeichnen. Lag der Ansatz der Gewerbesteuer bei 75 Millionen Euro, so sind es jetzt aktuell 56 Millionen Euro, die erwartet werden. Auch wenn die Zahl zum Jahresende noch nach oben korrigiert werde, die 75 Millonen Euro seien nicht mehr machbar. Interessant seien die nächsten Jahre, und wie die Entwicklung aussehe. Aber Heuer ist optimistisch, dass es nach einer Pandemie wieder bergauf gehe. Für die Gymnasiasten stellte er in Aussicht, dass der Ausbau des WLAN im Containerdorf Anfang des Jahres abgeschlossen sein werde. Wegen der Ausschreibung habe sich das Ganze verzögert. Heuer: "Einiges wird bei uns durch eine eng gefasste Gesetzgebung blockiert." Jetzt solle WLAN in allen Schulen kommen. Zum Problem Schülertransport in Corona-Zeiten merkte Heuer an, dass das in der Hand der Region Hannover liege. Es sei aber wohl geplant, zusätzliche Reisebusse einzusetzen und das Personal aufzustocken, um den Schülerverkehr zu entzerrren. Das sei teilweise schon eine Katastrophe, so Heuer. Die Situation in Sachen Corona sei ernst zu nehmen, unser Gesundheitssystem dürfe nicht an seine Kapazitätsgrenze gelangen. Aber eines sei auch klar. Egal, wie er zu einzelnen Entscheidungen stehe, als Chef der Ordnungsbehörde habe er sie umzusetzen. Das Thema Homeschooling verlaufe aus seiner Sicht nicht zuletzt deshalb so schleppend, weil oft noch kein medienpädagogisches Konzept vorliege. Technik ersetze aber niemals den persönlichen Kontakt. Was politische Partizipation angehe, so machte sich Heuer stark dafür, auf jeden Fall zur Wahl zu gehen und einer der demokratisch legitimierten Parteien seine Stimme zu geben. Ein Jugendparlament liegt ihm schon lange am Herzen. In der politischen Diskussion solle der Fokus in Zukunft mehr auf Sachthemen liegen. Sachthemen, die gerade in den sozialen Themen oft unreflektiert wiedergegeben würden. Hier sei es sicherlich oft von Vorteil, die lokalen Medien zu verfolgen.