Mit Aufklebern gegen Rassismus

Machen sich gegen Fremdenfeindlichkeit stark und klebten insgesamt acht Plakate auf den Asphalt: Maxim (15) (von links), Alicja (16), Lehrer Denis Stehr, Johanna (14) und Dean (14). (Foto: O. Krebs)

30 Botschaften auf den Fußwegen der Stadt verteilt

Langenhagen (ok).Etwa 30 Botschaften prangen seit Anfang der Woche auf Fußwegen der Stadt. Unter dem Motto "Schau nicht weg!" sagt die Integrationsbeauftragte Jusytna Scharlè Fremdenfeindlichkeit während der Internationalen Wochen gegen Rassismus den Kampf an. Sie laufen bis zum 24. März. 24 Teilnehmer eines Kurses haben diese Boschaften in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule in einem Orientierungskursus für Frauen und Männer, die nach Deutschland einwandern möchten, erarbeitet. Die Inhalte der so genannten "Gedankenwolken" sind über einen QR-Code zugänglich. 90 Aufkleber werden in der Stadt auf den Asphalt gebracht, darunter ist zum Beispiel auch die Frage "Hast du Vorurteile?" oder der Slogan "Langenhagen bunt und weltoffen". Die Stadt Langenhagen beteiligt sich bereits zum fünften Mal an den Aktionen rund um den 21. März. Hintergrund: Am 21. März 1960 hatten rund 20.000 Menschen in Sharpeville bei Johannesburg in Südafrika friedlich gegen die diskriminierenden Gesetze des damaligen Apartheid-Gesetzes demonstriert. Außer der Volkshochschule sind zum Beispiel die Liebfrauengemeinde, der Integrationsbeirat, der Helferkreis Krähenwinkel und der Ortsrat Kaltenweide beteiligt. Insgesamt etwa 40 Helfer. Mit dabei auch die Schüler der Arbeitsgemeinschaft "Schule ohne Vorurteile (Schuvo)" des Gymnasiums Langenhagen. "Das Projekt verkörpert die Ideale unserer Schule", sagt der 15-jährige Maxim. Und sein Lehrer Denis Stehr ergänzt. "Wir sind 'Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage' und stehen mit unseren Werten für diese Aktion ein."