Mit Behelfsmaske und ohne Singen

Die Martinskirche ist mit Platzschildern für Gottesdienstbesucher vorbereitet.  (Foto: R. Müller-Jödicke)

Martinskirche feiert wieder Gottesdienste

Engelbostel/Schulenburg. „Letzten Sonntag ging es endlich wieder los mit Gottesdiensten in unserer Martinskirche“, sagt Pastor Rainer Müller-Jödicke. Der Kirchenvorstand hatte die Kirche dafür vorbereitet und Schilder auf die Plätze gehängt, wo Gemeindeglieder einzeln oder als Paar Platz nehmen können: Die Ehrenamtlichen haben an den Sitzplätzen liebevoll weiße Schilder mit Fischen aufgehängt. Jede zweite Reihe soll freigehalten werden, dort versperrt eine Kordel den Weg, nur die Emporen sollten nicht betreten werden. „Insgesamt sieht es trotz allem noch recht einladend aus – und nicht so wie auf einer Baustelle mit rot-weißen Absperrbändern“, meint Müller-Jödicke.
Eine Anmeldung für Gottesdienste ist nicht erforderlich, weil laut Sitzplan an die vierzig Einzelbesucher in der Kirche Platz finden, die ein Mitglied desselben Haushaltes auch noch neben sich setzen könnten. Der Kirchenvorstand habe sich zudem dagegen entschieden, die persönlichen Daten und Namen der Gottesdienstbesucher aufzunehmen.
„Letzten Sonntag hat schon alles gut geklappt“, resümiert Müller-Jödicke und berichtet, dass alle mit Behelfsmaske gekommen seien, diese aber während des Gottesdienstes abgesetzt hätten. „Da der Sonntag Kantate hieß, war es bitter, dass wir nicht gemeinsam singen durften“, bedauert der Pastor. Für die nächsten Gottesdienste hätten aber die Organisten und weitere Musiker angeboten, wenigstens Lieder als Solostücke zu vorsingen.
„Auch unsere Friedhofskapelle kann nun wieder genutzt werden“, kündigt der Geistliche an. Allerdings sei diese wesentlich kleiner, dort stünden nur vier Stuhlreihen zur Verfügung, die entweder mit jeweils drei Einzelpersonen oder mit zwei Paaren bzw. zusammenlebenden Personen besetzt werden könnten. Grundsätzlich gelte aber zurzeit, dass wie überall maximal zwanzig Trauergäste an einer Beisetzung teilnehmen können. „Darum steht unseren Gemeindegliedern auch wieder die Kirche für die Trauerfeier vor der Beisetzung zur Verfügung, wo wir ja noch mehr Sitzplätze anbieten können“, erläutert Müller-Jödicke.