Mit dem Scooter von A nach B

Wollen umweltfreundliche Alternativen auf der Straße schaffen: René Glembotzky (von links), Markus Ries, Christine Pfülb von der Stabsstelle für Klimaschutz und Mirko Heuer. (Foto: O. Krebs)

Stadt setzt in Sachen Mikromobilität auf umweltfreundliche Alternative

Langenhagen (ok). Wer seinen Bus verpasst hat, muss sich jetzt nicht mehr die Beine in den Bauch stehen, um auf den nächsten zu warten. Oder gar den Anschluss zur S-Bahn verpassen. Denn ab jetzt bieten 200 E-Scooter der Firma "Tier", eine nachhaltige und klimaschonende Alternative. René Glembotzky, Chief Digital Officer bei der Stadt Langenhagen: "Der Mobilitätswandel ist in aller Munde. Wir setzen auf Mikromobilität." Das System sei recht agil, 35 bis 40 Kilometer können zurückgelegt werden, bevor der Wechselakku wieder aufgeladen werden muss. Gebucht wird über eine App, die Kosten liegen bei 19 Cent pro Minute sowie einem Euro für die Freischaltung. Und wer meint, den Scooter einfach irgendwo abzustellen oder gar in den Wald zu schmeißen, für den könnte es teuer werden. Denn: "Der Buchungsvorgang läuft weiter, wenn der Scooter beispielsweise in einer so genannten Haltverbotszone abgestellt wird", sagt Markus Ries, norddeutscher Regionalleiter bei der Firma Tier. Diese Bereiche sind auch nicht endgültig festgelegt, sondern können von der Stadt jederzeit ergänzt werden. Die Scooter der neuesten Generation mit Blinker, Klingeln, zwei Bremsen, Handylandefach und teilweise auch Helm in einer Box, kosten die Stadt Langenhagen keinen Cent. Es handelt sich um ein Kooperationsgeschäft. Im Schnitt werden auf den 20 Stundenkilometer schnellen Scootern 1,3 bis 6,5 Kilometer zurückgelegt. Zum Start des Projektes werden die Flitzer in Fünferblöcken in der Kernstadt, in Wiesenau, in Godshorn und bis Krähenwinkel abgestellt. Zeitnah werde das Gebiet bis Kaltenweide ausgedehnt. Markus Ries: "Je nach Frequentierung können wir jederzeit über eine andere Verteilung nachdenken."