„Mit der Vergangenheit stimmt etwas nicht“

Erich von Däniken vertritt die Hypothese der Prä-Astronautik.Foto: D. Lange

„Däniken total“ in der Flughafenstadt

Langenhagen (dl). „Es sind die Phantasten, die die Welt bewegen und nicht die Erbsenzähler“, sagt Erich von Däniken von sich selbst, und er ist zweifellos mit mehr als 60 Millionen verkauften Büchern, die in 32 Sprachen übersetzt wurden, einer der erfolgreichsten Autoren der Sachbuchliteratur. Das vorherrschende Thema in seinen bisher 28 Büchern ist seine Hypothese von der Prä-Astronautik, demzufolge vor langer Zeit Außerirdische die Erde besucht und die Entwicklung der Menschheit entscheidend beeinflusst haben. Außerirdische also als Geburtshelfer der Menschheit? Wer weiß? Jedenfalls wird von Däniken, der sich selbst als einen forschenden Schriftsteller beschreibt, seit mehr als 40 Jahren nicht müde, überall auf der Welt nach Beweisen für seine Thesen zu suchen. Um es gleich vorweg zu sagen: Es gibt auch nach wie vor keinen echten Beweis dafür, aber haufenweise Indizien. Wissenschaftlich gesehen ist die Evolution, vereinfacht ausgedrückt, ein mehr oder weniger kontinuierlicher Prozess, der, wenn auch nicht immer auf gerader Linie, dennoch vom Einzeller zum Menschen führte. Die biologische Evolution bezweifelt auch von Däniken nicht. Aber irgendwann, so sagt er, in der Steinzeit oder auch früher, landeten Außerirdische auf der Erde, entführten einige Menschen in ihre Raumschiffe und nahmen an ihnen genetische Manipulationen vor mit dem Ziel, die zusätzlichen Erbfaktoren wiederum durch natürliche Fortpflanzung an nachfolgende Generationen weiterzugeben, um damit der Menschheit in ihrer Entwicklung auf die Sprünge zu helfen. Die Außerirdischen, denen es nicht um Kolonialisierung ging, sondern die sich eher wie Ethnologen verhielten, seien von den Menschen damals aufgrund ihrer Erscheinung und ihrer technischen Überlegenheit ganz sicher für Götter gehalten worden. Die von ihnen künstlich hervorgerufenen Mutationen, davon ist von Däniken überzeugt, müssen seiner Ansicht nach einen großen Einfluss auf die kulturelle und technologische Evolution des Menschen gehabt haben, wie beispielsweise die Sprache oder die Herstellung und der Gebrauch von Waffen und Werkzeugen, was ihnen nebenbei auch noch eine Erweiterung ihres Speiseplans verschaffte. Starker Tobak? Ja, vielleicht, aber andererseits gibt es bis heute keine schlüssige Erklärung, und das ist das eigentlich Faszinierende, für das Vorhandensein und die Entstehung der zahlreichen Rätsel der Menschheit wie die Steinkreise von Stonehenge, die Pyramiden in Ägypten und jene der Maya in Mexiko, die schnurgeraden Reihen der Menhire in der Bretagne und vieles mehr. All diese Bauwerke sind zweifellos von Menschen errichtet worden, aber die Fragen nach dem Wie und Warum sind nach wie vor nicht abschließend geklärt. Dabei ist von Däniken seit mehr als 40 Jahren auf der Suche nach den Antworten. Seine Reisen an die antiken Stätten auf der ganzen Welt, sein Studium antiker Literatur und biblischer Schriften lässt seiner Ansicht nach nur eine Schlussfolgerung zu: Da steckt Planung dahinter und ein Wissen, das die Menschen damals noch nicht gehabt haben konnten. Vor diesem Hintergrund ist für von Däniken der Besuch von Außerirdischen und ihr Einfluss auf die Entwicklung des Menschen keine Hypothese, sondern eine Tatsache.
In seinen Vorträgen wie jetzt im Theatersaal erklärt von Däniken seinen zahlreichen Fans auf unterhaltsame und überzeugende Art und Weise seine Sicht der Dinge. Auf die Frage, ob die Menschheit ihrerseits einmal zu den Sternen reisen wird oder ob sie sich vorher schon selbst in die Luft gejagt hat, antwortete von Däniken, er sei optimistisch, dass sie aus ihren Fehlern lerne.