Mit fast 70 Prozent Aufklärungsquote auf dem höchsten Stand

Kriminalpolizei legt nach wie vor Schwerpunkt auf Betäubungsmitteldelikte

Langenhagen (ok). Die Langenhagener Polizei scheint einen guten Job zu machen – zumindest, was die Aufklärungsquote angeht. Aus der Kriminalstatistik für das Jahr 2019 geht hervor, dass die Aufklärungsquote mit 69,89 Prozent der höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre erreicht hat. Gleichzeitig ist allerdings die Anzahl der Straftaten auf 5866 weiter angestiegen und hat erneut den höchsten Stand im Fünf-Jahres-Vergleich erreicht. Allerdings sind hier auch Taten aus dem Zuständigkeitsbereich der Bundespolizei in die Statistik eingeflossen, zum Beispiel Körperverletzungs- und Betrugsdelikte. Besonders auffällig: Die schweren Diebstähle sind um 30 Prozent zurückgegangen, die Wohnungseinbruchsdiebstähle um 20 Prozent, die Einbruchsdiebstähle aus Kraftfahrzeugen um 70 Prozent. Die leichten Diebstähle sind um 16 Prozent zurückgegangen.
Die Raubdelikte sind nach wie vor auf einem gleichbleibend – insgesamt geringen –Niveau. So sind es in Langenhagen 2019 im Vergleich zum Jahr davor drei weniger – insgesamt 21 – gewesen. Die Aufklärungsquote lag mit 47,62 Prozent aber niedriger als 2018 mit 62,5 Prozent. Eine ansteigende Tendenz ist bei der Zahl der Körperverletzungsdelikte zu verzeichnen. Die Niveau steigt im Fünf-Jahres-Vergleich an. Zugenommen hat auch der tätliche Angriff/Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Waren es 2018 24 Fälle, so waren ein Jahr später 33 Fälle zu verzeichnen. In der gesamten Polizeidirektion Hannover stieg die Zahl von 630 auf 677.
Nahezu eine Halbierung gab es bei den Diebstählen an und aus Kraftfahrzeugen von 435 im Jahre 2018 auf 224. Die Zahl der Fahrraddiebstähle ist von 125 auf 175 im Vergleichszeitraum leicht gestiegen; die Zahl der Kfz-Diebstähle von 49 auf 59 auch.
Stark angestiegen sind laut Statistik die Betrugstaten, etwa in Sachen Digitalisierung oder auch Giro und Travel. Eine erfreuliche Entwicklung gibt es bei den Sachbeschädigungen zu verzeichnen. Früher auf einem sehr hohen Niveau, ist die Tendenz jetzt klar abnehmend. Waren es 2018 noch 454 Fälle, so ist die Zahl 2018 auf 407 gesunken.
Was die Betäubungsmitteldelikte angeht, so legt das Polizeikommissariat Langenhagen seit 2016 einen Fokus auf diesen Bereich. Oliver Bunke, Leiter der Kriminal- und Ermittlungsdienstes in Langenhagen: „Derzeit stabilisiert sich die Anzahl der entsprechenden Delikte auch 2019 auf dem Niveau von 2016.“ Konkret: Waren es 2016 144 Fälle, lag die Zahl in den beiden darauf folgenden Jahren bei 142 und 135 und 2019 dann bei 162.