Mit Geschick durch den Parcours

Es sieht leichter aus, als es ist: Im Fahrradparcours ist Körpergefühl gefragt. (Foto: O. Krebs)
 
Nass, aber glücklich: Der Regen schreckte die 5f nicht ab.

Verkehrstage am Gymnasium Langenhagen

Langenhagen (ok). Lesen, Schreiben und Rechnen sind elementar um durchs Leben zu kommen, aber auch Schwimmen und Radfahren sollte jeder beherrschen. Zumindest in der fünften Klasse. Nicht zuletzt ein Grund, warum das Gymnasium regelmäßig die Verkehrstage veranstaltet, wegen Corona mussten sie zuletzt ausfallen. Und in diesem Jahr auch wieder der beliebte Fahrradparcours des ADAC dabei,  bei dem Geschicklichkeit und das richtige Maß in Sachen Geschwindigkeit auf dem Drahtesel gefragt waren. Verlockend das Angebot von Jens Feuerherm, Klassenlehrer der 6f: Sollten zwölf von 25 Schülern den Parcours mit null oder nur einem Fehlerpunkt absolvieren, gibt es eine Runde Eis für alle. Also legten sich alle mächtig ins Zeug. Die Schüler mussten einen Kreis fahren, um eine Kette wieder am Ausgangsort abzulegen. Außerdem war eine Acht angesagt, die Balance auf dem Brett, Slalom und eine Vollbremsung. Und auch die richtigen Handzeichen waren wichtig. Prüfungen, die die Kinder mit Bravour meisterten. Als Vorbereitung der Verkehrstage hatte die Polizei in der Woche zuvor einen Fahrradcheck angeboten, der bei einigen zu einer Nachprüfung führte, da Mängel vorhanden waren. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit auf die Verkehrssicherheit des Fahrrades geschärft, eine wichtige Erfahrung. Mit Stolz konnten dann die Kinder ihre Plakette zeigen.
Die Schüler bekamen auf dem Parkplatz der Neuen Bult, unweit vom zukünftigen neuen Schulgelände des Gymnasium Langenhagen, durch den ADAC sehr einprägsam den Brems- und Anhalteweg präsentiert. Dies war sicherlich für die Einschätzung von Gefahren im Straßenverkehr hilfreich - Achtung Auto!
Sehr wichtig geworden ist der tote Winkel, der schon Ursache für mehrere Unfälle gewesen ist. Wie groß der Bereich ist, den die Lastwagen-Fahrer nicht einsehen können, überraschte wahrscheinlich nicht nur die Kinder sehr. Der ADAC nutzte dazu ein Fahrzeug der Feuerwehr, auf dessen Gelände dieser Programmpunkt stattfand. Und da die Schülerinnen und Schüler schon mal da waren, erfuhren sie gleich auch eine Menge über die professionelle Ausstattung und vielseitigen Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr Langenhagen.
Die DLRG berichtete ausgiebig über ihre Ausbildung und lebenswichtigen Einsätze am Silbersee und machte deutlich, wie wichtig die richtige Schwimmkompetenz gerade in diesen Zeiten ist. Durch den Ausfall vieler Schwimmkurse können viele Kinder nicht und nur unzureichend schwimmen. Die Bootsfahrt auf dem Silbersee ist dazu aber immer wieder ein Highlight – auch für die Lehrkräfte!
Die sehbehinderte Svenja Lübber mit ihrem neuen Führhund Hasco berichtete aus ihrem persönlichen Erlebnissen, insbesondere auch im Straßenverkehr und stellte sich den umfangreichen Fragen der Schüler, aber auch der Lehrkräfte. Dadurch konnten Berührungsängste überwunden und Verständnis füreinander geschaffen werden.
Auch das Deutsche Rote Kreuz war anwesend und berichtete ausführlich und praxisnahe von ihren Einsätzen und präsentierten die erstaunten Kinderaugen ihre Ausrüstung. Einige dürften sogar in einer Rettungsbahre mal Probeliegen! Dass die Sanitäter-AG der Schule unter Leitung von Lehrerin Stefanie Walter anwesend war, konnte man an die vielen Kopfverbänden erkennen, die sich die Schülerinnen und Schüler gegenseitig angelegt hatten und den sie stolz trugen..