Mit großem Engagement für den Naturschutz

Hat mehr als 700 Arbeitseinsätze organisiert: Horst Dronia. (Foto: M. Miesala-Dronia)

Nachruf für Horst Dronia

NABU und Naturkundliche Vereinigung Langenhagen trauern um einen bescheidenen Naturschützer, der sich in seiner Lebenszeit still, aber mit großem Engagement für seine Überzeugung einsetzte. Auch wenn Horst Dronia die Welt bereiste, so fand er seine Leidenschaft doch im angewandten Naturschutz und setzte sich für die Erhaltung der Moore in unserer Hannoverschen Moorgeest ein. Dafür hat er unglaublich viel Zeit und Energie eingesetzt und innerhalb der letzten Jahrzehnte mehr als 700 ehrenamtliche Arbeitseinsätze organisert und teilweise auch geleitet. Besonders hervorzuheben ist, dass es ihm gelungen ist, viele Menschen für den Moorschutz zu begeistern, darunter auch zahlreiche Lehrer und Schüler von Schulklassen der IGS List, Langenhagen und Mühlenberg. Dieses Engagement wurde im Jahr 2013 mit der Verleihung des Niedersächsischen Ehrenamtspreises gewürdigt. In einem Interview im Spiegel Magazin, (1984, Ausgabe 30, Seite 131) wurde der Meteorologe Horst Dronia mit folgendem Satz zitiert: „Was das Wetter betrifft, darf man eben das Staunen und Hoffen nie aufgeben.“ Genau dieses „Staunen und Hoffen“ zog sich wie ein roter Faden durch sein Leben und wirkte ansteckend auf sein Umfeld, wenn er während der Einsätze im Moor sein umfangreiches Wissen über dieses besondere Ökosystem mit anderen teilte. Sein herausragender Einsatz für die Pflanzen- und Tierwelt sowie die Hochmoorökosysteme war und wird auch weiterhin ein Vorbild bleiben, dem die Naturschützer nacheifern wollen. Horst Dronia war dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz) schon immer eng verbunden, außerdem Mitglied in der Naturkundlichen Vereinigung Langenhagen und im NABU. Er verstarb nach langer Krankheit am 21. November im Alter von 86 Jahren.